Guten Morgen. In Montreal hat Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) in den vergangenen Tagen mehrfach seine Bereitschaft erklärt, deutlich enger an Kanada heranzurücken. Viel war die Rede von Vertrauen, Freundschaft und Werten. Wie auch die Rede von Premierminister Mark Carney in Straßburg unterstrichen hat, sucht das Land nach neuen Partnern.
Auch Wildberger und sein kanadischer Amtskollege Evan Solomon verstehen sich gut. Das war beim gemeinsamen Anstoßen während des Oktoberfestes am deutschen Pavillon (mit kanadischem Bier) zu sehen, aber auch bei den vielen gemeinsamen Auftritten.
Doch Bilder allein reichen nicht. Deshalb soll die deutsch-kanadische Sovereign Technology Alliance weiter mit Leben gefüllt und auch für andere Mittelmächte geöffnet werden.
Was von Montreal bleibt, sind vier verschiedene Ankündigungen: die Partnerschaft der KI-Institute DFKI und Mila, die deutsch-kanadische Förderung von Lawzero, eine IT-Kooperation deutscher und kanadischer Unfallversicherungen – und der vereinbarte Zusammenschluss von Cohere und Aleph Alpha.
Interesse an deutsch-kanadischen Kooperationen gab es weit darüber hinaus, nicht nur in den Reihen der deutschen Delegation. Die kanadische Seite hat regulatorische Klarheit und Kohärenz gefordert, etwa bei der Definition digitaler Souveränität. Und einen erleichterten Zugang zum deutschen – und damit europäischen – Markt. Da bietet es sich an, dass auch Brüssel sich Ottawa öffnen möchte.
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