Guten Morgen. Jeden 1. September versammeln sich seit Jahren Harry-Potter-Ultras im Londoner Bahnhof King’s Cross, um den „Back to Hogwarts Day“ zu begehen, den Tag also, an dem in den Büchern die Schule wieder beginnt. Interessant zu wissen wäre da, ob in Hogwarts eigentlich je die Lehrpläne erneuert wurden und ob auch hin und wieder in neue Lernmittel investiert wird.
Hierzulande jedenfalls will die Bundesregierung mit dem Digitalpakt 2.0 sicherstellen, dass „bundesweit in eine moderne, leistungsfähige und zukunftsfähige digitale Bildung“ investiert werden kann, wie das Bundesbildungsministerium (BMBFSFJ) es in einer Mitteilung zum heutigen Start der Initiative ausdrückte.
Nun, da alle Länder und Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) die Vereinbarung unterzeichnet hätten, sei der Weg geebnet für die Auszahlung der Bundesmittel. In den kommenden fünf Jahren stehen damit insgesamt fünf Milliarden Euro „für die digitale Bildung an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen“ zur Verfügung, wobei Bund und Länder sich die Kosten teilen (SZ Dossier berichtete).
Wer genau eigentlich für Hogwarts zahlt, ist unterdessen weniger offensichtlich. Die Schule befindet sich in Schottland, das Zaubereiministerium aber in London. Doch fallen auch keine Kosten für Digitales an, denn die Schülerinnen und Schüler müssen dort noch mit Federkiel und Tintenfass arbeiten. Immerhin erschwert das wohl das Schummeln mit KI.
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