Guten Morgen. Digitale Souveränität stand auf der Tagesordnung der Kabinettsklausur im brandenburgischen Schloss Neuhardenberg, wie Sie bereits vorab wussten. Gestern äußerte sich auch Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) zu dem Thema.
Deutschland müsse unabhängiger und souveräner werden, damit nicht „die Tech-Bros im Silicon Valley mit ihrer gefährlichen Ideologie über die Zukunft der künstlichen Intelligenz entscheiden“, sagte Klingbeil. Wen er genau meinte, ließ er offen.
Bundeskanzler Friedrich Merz stimmte unterdessen der Aussage von Digitalminister Karsten Wildberger (beide CDU) zu, wonach Deutschland keinen Spitzenplatz bei der Entwicklung von KI-Modellen anstreben müsse. Wildberger hatte betont, es sei ein gutes Zwischenziel, die Nummer drei oder vier der Welt zu sein. „Wir müssen nicht überall die Besten sein, aber wir müssen KI dort nutzen, wo wir sie brauchen, und zwar in der Form, in der wir sie brauchen“, sagte Merz.
Er verwies dabei auf „einfachere Modelle“, die für große Teile des Mittelstandes ausreichten. Für den Kanzler sei der KI-Einsatz die vierte industrielle Revolution. „Wir suchen nach deutschen Lösungen, wir suchen nach europäischen Lösungen“, sagte Merz.
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