Guten Morgen. Die globalen Digital-Konzerne haben die Büchse der Pandora geöffnet. KI-Slop, also massenweiser KI-Content von schlechter Qualität, vermüllt ihre Plattformen. Die New York Times spricht von einem „Abfall-Detox“ und berichtet, dass sich Konzerne wie Alphabet, Spotify oder Meta nun abmühen, ihre Plattformen vom KI-Slop zu reinigen.
Es werde zunehmend schwieriger zu sagen, was echt sei im Internet, sagte kürzlich Chris Best, CEO der Newsletter-Plattform Substack. Noch zugespitzter formulierte es Instagrams Leiter, Adam Mosseri, Ende letzten Jahres: Schon sehr bald sei es für Plattformen praktikabler, echte Medien nachzuverfolgen statt gefälschte.
Laut Pangram, das KI-Erkennungssoftware anbietet, kommen nahezu die Hälfte der Posts mit mehr als 50 Wörtern auf X von KI‑Modellen. Der französische Streaminganbieter Deezer teilte mit, dass KI mittlerweile fast die Hälfte der täglich hochgeladenen Tracks generiert hat.
Es gibt auch Gegenreaktionen: Die Content-Plattform Pinterest ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzer, einzustellen, wie viel KI-generierten Content sie sehen wollen. Tiktok testete einen ähnlichen Mechanismus zuletzt auf dem amerikanischen Markt.
Denn, so die Sorge der Tech-Konzerne: Wenn sich im Internet KI selbst mit Content bewirft, suchen sich Nutzerinnen und Nutzer möglicherweise neue Räume, um ihre Zeit zu verplempern.
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