Guten Morgen. „Crazy Rich Asians“ überschrieb der Economist vergangene Woche lakonisch einen Artikel über den KI-getriebenen Wirtschaftsaufschwung in Südkorea. Denn während wir uns hier mit Renteneintrittsalter und Krankenkassenbeiträgen herumschlagen, kann sich das ostasiatische Land auf eine jüngst auf 3,3 Prozent angehobene – „crazy“ – Wachstumsprognose freuen.
Allein die Einnahmen durch die Körperschaftssteuer von Samsung und SK Hynix könnten so hoch ausfallen wie die Einnahmen, die die Regierung in diesem Jahr aus der gesamten Körperschaftssteuer erwartet hatte, so der Artikel. Die Steuereinnahmen insgesamt werden im nächsten Jahr demnach voraussichtlich 500 Billionen Won (306 Milliarden Euro) erreichen, ein neuer Rekordwert.
Südkoreanische Regierungsbeamte sprächen schon von einem globalen Goldrausch, für den ihr Land „Pickel und Schaufeln“ zur Verfügung stelle. Dementsprechend laufen schon die zu erwartenden Verteilungsdebatten. Soll jede Bürgerin und jeder Bürger einen Bonus ausgezahlt bekommen? Oder doch alles reinvestieren?
Und welche KI-Regulierung will das Land eigentlich haben? Der derzeit wachsende Reichtum ergibt sich vorwiegend aus dem Halbleiter-Boom, doch auch in der KI-Wirtschaft selbst will Südkorea den USA und China ebenbürtig werden. Der heutige Tiefgang beschäftigt sich damit, welche Strategie das Land dabei verfolgt.
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