Guten Morgen. Heute ist der Gedenktag des Heiligen Laurentius, mir persönlich ein besonders sympathischer Heiliger. Er leistete im 3. Jahrhundert als Diakon in Rom zivilen Ungehorsam und verteilte Vermögen der Kirche an die Armen, anstatt es dem römischen Kaiser auszuhändigen. Das führte zu seinem Martyrium auf einem glühenden Rost.
Wegen der ertragenen Schmerzen werden die jedes Jahr um den 10. August vom Himmel fallenden Perseiden auch manchmal Laurentiustränen genannt. Ein gutes Beispiel dafür, wie man früher zwar den Himmel schon beobachtete, aber sich nicht so recht erklären konnte, was man sah. Das ist längst alles anders, und Digitalisierung und KI haben die Astronomie zuletzt weiter revolutioniert.
„Genauso wie Chat GPT durch das Lesen einer großen Anzahl von Gedichten gelernt hat, Gedichte zu schreiben, lernen hochentwickelte astronomische KI-Modelle, Galaxien, Sterne und Schwarze Löcher zu unterscheiden, ohne dass ihnen Anweisungen gegeben wurden, wie diese Objekte zu identifizieren sind“, schrieb etwa die Astronomie-Professorin Stella (!) Offner jüngst in der Fachzeitschrift Dædalus.
Wenn Sie diese Woche also nach Sternschnuppen suchen, denken Sie daran. Und falls Sie auch mal tagsüber nach oben schauen: Übermorgen ereignet sich eine Sonnenfinsternis – besonders gut zu sehen in Spanien, aber auch in Berlin wohl spektakulär. SZ-Kollege Marc Hoch erinnert hier zu Recht noch einmal daran, eine Schutzbrille zu tragen, auch um sich nicht zu blamieren wie einst Donald Trump.
In diesem Sinne einen guten Start in diese Woche voller Himmelsereignisse.
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