Guten Morgen. „Wenn KI es allen ermöglicht, innerhalb von Sekunden alles Mögliche zu erschaffen, werden Menschen nicht mehr gebraucht, um zu schreiben, Code zu programmieren oder Dinge zu designen“, schreibt Erin Griffith, die für die New York Times aus San Francisco berichtet, diese Woche über die Gedankenwelt der Techbranche, ohne sich diese zu eigen zu machen.
„Unser einziger Wert auf dem modernen Markt wird darin bestehen, zu beurteilen, ob Dinge gut oder schlecht sind“, zitiert sie weiter. Dann gehe es nur noch darum, „Geschmack zu haben“. Laut Griffith ist das eine gängige Einstellung in den Techkreisen der Bay Area. So erklärt sie sich, dass KI-Unternehmen vermehrt auch Mode-Accessoires anbieten, wie etwa Open AI im eigenen Shop.
Falls Sie dem Link gefolgt sind, haben Sie gesehen, dass die Produkte zwar nicht sonderlich teuer sind (wie die Chat-GPT-Socken in Schalke-Blau für 15 Dollar), aber restlos ausverkauft. Das könnte man nun so interpretieren, dass es eben eigentlich doch nicht um Geschmack oder Stil geht, sondern um Knappheit und um den Wunsch, zu signalisieren, dass man etwas Besonderes ist.
Denn egal, was man anzieht, man repräsentiert immer etwas, wie schon 2006 durch den blauen Pullover in Der Teufel trägt Prada eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dazu meinte, apropos, vergangene Woche ebenfalls die Times, Männer dürften trotz Hitze im Büro keine Shorts anziehen. Niemand „in einer einflussreichen Position“ trage Shorts, liest man da. Darunter tummeln sich freilich zornige Kommentare, die das anders sehen.
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