Guten Morgen. Vielleicht kennen Sie John le Carrés Roman „Der Spion, der aus der Kälte kam“ von 1963 aus der heißen Phase des Kalten Krieges. Oder Sie haben den James-Bond-Streifen „Der Spion, der mich liebte“ von 1977 gesehen, als die ganze Ost-West-Dynamik schon ein wenig entspannter war und zu anstößigen Verfilmungen mit Sir Roger Moore einlud.
Beides ist Jahrzehnte alt, aber dennoch: Ost-West-Spannungen sind 2026 wieder an der Tagesordnung, und so auch die Sorge vor Spionage. Die US-Regierung fürchtet heutzutage aber offenbar weniger, dass die Spione aus der Kälte kommen oder mit Regierungsbeamten im Bett landen. Stattdessen geht es darum, was unter dem Bett los ist.
Dort staubsaugen in den USA nämlich häufig chinesische Roboter, während ihre Besitzer anderen Tätigkeiten nachgehen. Diese Saugroboter werden jetzt vom Import ausgeschlossen, wie The Verge diese Woche berichtete. Grund dafür sei die Sorge, dass die Geräte Bürgerinnen und Bürger ausspionieren und auf den staubigen Böden gesammelte Daten brühwarm nach Peking senden.
Auch mit chinesischen Rasenmährobotern soll Schluss sein. Die bekämen in den vorstädtisch geprägten USA sicher ohnehin eine Menge Information mit, die über die Zäune hinweg ausgetauscht wird. So könnten sie dann schnell zu mitwissenden Gartengehilfen werden, ähnlich wie im Roman „Der ewige Gärtner“ aus dem Jahr 2001, womit wir wieder bei John le Carré wären.
Mit diesen Buch- und Filmtipps also einstweilen ein schönes Wochenende.
Jetzt mit
SZ Pro-Abo weiterlesen
Probeabo
79,99 €
0,99 €
Nach 4 Wochen kostet das Abo 79,99 € monatlich.
Werktäglich die Fachbriefings von SZ Dossier
Voller Zugriff auf SZ.de, SZ-Magazin.de und SZ-Dossier.de
Die digitalen Ausgaben der SZ – in der App und als E-Paper
Bereits SZ Pro-Abonnent? Einloggen
Ihr persönlicher Kontakt
Cornelia Schwarzmüller
089 2183 8825Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@sz-dossier.de.
