Guten Morgen. Vor der Fußballweltmeisterschaft hätte man ja meinen können, dass der Videobeweis dem ewigen Gezeter um Entscheidungen ein Ende setzt. Die Maschinen irren nicht, und es macht daher keinen Sinn, dem Schiedsrichter zu drohen, „nie wieder mit ihm zu sprechen“, wie es im Juni bei den French Open noch ein wutentbrannter Pierre-Hugues Herbert getan hatte.
Diese Gewissheit hat aber ja nicht zuletzt US-Präsident Donald Trump ebenso beiläufig eingerissen wie den Ostflügel des Weißen Hauses, indem er sich einfach per Telefon eingemischt hat. Doch auch ohne Trump gibt es trotz Video Assistant Referee (VAR) Streit – vor allem im Fußball, wie der New Yorker diese Woche schreibt, denn dort gehe es oft ums Zünglein an der Waage.
Immerhin: Ganz grobe Schnitzer dürften heutzutage nicht mehr vorkommen, wie als Diego Maradona 1986 für Argentinien ein Tor gegen England mit der Hand erzielte, die später als „Hand Gottes“ in die Geschichte einging. Die Erinnerung daran spielt heute Abend sicher auch mit, wenn die Nationalmannschaften beider Länder darum ringen, wer am Sonntag im Finale steht.
Am englischen Erfolg könnten sich die Deutschen mitfreuen, ist doch Trainer Thomas Tuchel von hier. Der, apropos, ist jetzt im „Mumsnet“ viral gegangen, wie der Telegraph berichtet: Englands Damenwelt sei begeistert von seiner unverblümten Art, liest man. Zwar sehe er nicht aus wie Jude Bellingham, aber „er sagt die Dinge, wie er sie sieht“. Es wird sich zeigen, ob sich das auch auf dem Spielfeld auszahlt.
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