Guten Morgen. Der Schnappschuss aus dem Urlaub oder der Post zum erfolgreichen Projekt. Nicht alles, was spontan und beiläufig wirkt, fühlt sich für den Menschen hinter dem Account auch so an. Viele Menschen empfinden ihre Onlinepräsenz vielmehr als belastende Arbeit, so zumindest die Erkenntnis einer Umfrage des Unternehmens Incogni, das sich auf die Entfernung personenbezogener Daten spezialisiert hat.
Unter den 1000 befragten Erwachsenen in den USA sagten demnach mehr als die Hälfte, dass es sich wie Arbeit anfühle, online präsent zu sein. Bei der Gen Z waren es sogar 60 Prozent. Fast die Hälfte (47 Prozent) der Befragten habe Social-Media- oder Messaging-Apps wegen Stress oder Ängsten gelöscht.
Die Umfrage zur digitalen Ermüdung legt nahe, dass viele Menschen online stiller und vorsichtiger werden: Sie posten seltener (55 Prozent) und schränken stärker ein, wer ihre Beiträge sehen darf (53 Prozent). 44 Prozent gaben auch an, dass politische Inhalte und Polarisierung bei ihnen den Wunsch auslösen, sich aus sozialen Medien zurückzuziehen.
Das Handy öfter auszumachen, führt offenbar zu gemischten Ergebnissen: Wer längere Zeit keine Textnachrichten lese, empfinde am häufigsten Ruhe (27 Prozent). Mehr als jede fünfte Person (22 Prozent) berichtete allerdings auch von Angst.
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