Guten Morgen. Heute Abend spielt Deutschland gegen Paraguay. Bei der Fußball-WM der Männer zählt ab sofort jedes Spiel – und jeder Datenpunkt. Wie Wired berichtet, misst der Weltverband Fifa bei jedem Match rund 150 Millionen Datenpunkte. Allein das Spielgerät – der Trionda-Ball – speichert 500 Bewegungen pro Sekunde ab.
Vielleicht sind Ihnen schon die Bildschirme aufgefallen, die vor den Trainerbänken aufgebaut sind: Die Fifa hat einen eigenen KI-Agenten von Lenovo entwickeln lassen. Das Ziel des Verbands sei es, „allen Teams diese Technologie zur Verfügung zu stellen, damit jeder einfachen Zugang hat und sie ohne zusätzliche Spezialisten im Team nutzen kann“, sagte Fifa-Innovationsdirektor Johannes Holzmüller dem Techmagazin.
Denn: Nicht jeder Verband könne sich ein eigenes Expertenteam leisten. Laut Wired ähnelt das Tool einer Chat-GPT-ähnlichen Benutzeroberfläche, über die Trainer Fragen eingeben und Informationen über ihre Gegner abrufen können. Spiele werden in einer 3D-Umgebung rekonstruiert, sodass sie aus verschiedensten Perspektiven analysiert werden können.
Die Lücke zu den großen Teams wird das kaum schließen. Es sei laut Holzmüller das Mindeste, was man tun könne. Die Fifa, gemeinhin nicht für ihren Altruismus bekannt, wittert auch eine Chance: „Ob das irgendwann reguliert wird, können wir heute noch nicht beantworten“, so Holzmüller. Aber KI werde in Zukunft definitiv eine zentrale Rolle spielen.
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