Schaltflächen überall

Eines der größten Probleme, das tragbaren Geräten wie Smartwatches, Datenbrillen und Co. im Kampf um die Akzeptanz der Kunden im Weg steht, ist ihre Bedienung. Ein mickriger Bildschirm am Handgelenk taugt als Eingabegerät per Touch-Oberfläche nur notdürftig, ein Brillenbügel bietet auch kaum Platz für eine Reihe von Knöpfen. Und wer will sich schon in der Öffentlichkeit und Gesellschaft anderer Menschen per Sprachsteuerung mit seinen Geräten unterhalten und so bemerkenswert effizient zum Affen machen? Eine elegantere Lösung haben die Augmented-Reality-Konzepte von Magic Leap und Microsofts HoloLens parat. Sie können Knöpfe und Schaltflächen quasi überall hin projizieren, sichtbar nur für den Träger - dezent in die Handfläche oder auch in protzigem Gemälde-Format an eine Wand. Auch mit Gegenständen und ihrer Handhabung lassen sich Anwendungen verknüpfen: ein Tapser auf die Armbanduhr blendet die Facebook-App ein, kratzt man sich nachdenklich an der Schläfe, öffnet sich Wikipedia oder die Google-Suche. Und für die Dating-App Tinder? Da schlagen wir das unauffällige Abziehen des Eherings vor.

Bild: dpa-tmn 4. Februar 2015, 11:032015-02-04 11:03:53 © SZ vom 04.02.2015