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Zeitvertreib im Netz:Lebt wohl, Internetgiganten

Es muss nicht immer Facebook, Youtube und Twitter sein. Abseits der großen Internetseiten zeigt das Internet seinen wahren Charme. Acht Zufluchtsorte für Cyberflaneure, die der digitalen Einöde entkommen wollen.

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Es muss nicht immer Facebook, Youtube und Twitter sein. Abseits der großen Internetseiten zeigt das Internet seinen wahren Charme. Acht Zufluchtsorte für Cyberflaneure, die der digitalen Einöde entkommen wollen.

Das traditionelle Musikfernsehen ist tot. Die großen Radiosender sind irgendwann gegen Ende der 1990er stehen geblieben. Und Musikvideos auf Youtube erwecken noch viel zu oft den Anschein, als würden sie über 56K-Modems direkt ins Netz gestreamt. Auf Musik in ordentlicher Qualität muss im Internet trotzdem niemand verzichten. Das Berliner Unternehmen Tape.tv sendet rund um die Uhr hochwertiges Musikfernsehen, das auch als Hintergrundradio taugt. In wenigen Wochen wird zudem eine überarbeitete Version des Dienstes ans Netz gehen. Sie lässt sich schon jetzt unter new.tape.tv testen.

Welche Webseiten steuern Sie abseits von Google, Facebook, YouTube und Co. am liebsten an? Schreiben Sie uns eine Mail an pascal.paukner[at]sueddeutsche.de oder twittern Sie uns @SZ_Digital.

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Sie wollen heute lesen, worüber ihre Facebook-Freunde in zwei Wochen diskutieren? Schauen Sie auf Reddit vorbei. Die Seite ist eine unerschöpfliche Quelle für skurrile Fotos, abseitige Geschichten und aktuelle Nachrichten. Im angelsächsischen Raum ist Reddit zunehmend populär, im Wahlkampf hat vor wenigen Tagen sogar Barack Obama Fragen der Reddit-Nutzer beantwortet. In Deutschland ist die Seite noch immer ein "unterschätztes Universum"

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Es ist gar nicht so einfach neben einem übermächtigen Marktführer wie Youtube eine weitere Videoplattform zu etablieren. Vimeo hat es geschafft. Verglichen mit Youtube ist Vimeo optisch eine Augenweide: Klares, aufgeräumtes Design, großformatige Videos, die aus einer Community stammen, die scheinbar mehr Wert auf Qualität legt, als das beim Massenportal Youtube der Fall ist. Kurzfilme, Musikvideos, Videoreportage, das gibt's dort alles. Ein guter Einstiegspunkt sind die vom Vimeo-Team empfohlenen Videos.

Screenshot der Seite Kickstarter

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Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter ist derzeit eine der meistgehypten Webseiten im Internet. Der Webdienst basiert auf einer simplen Idee. Wer Geld braucht, um ein Projekt zu verwirklichen, dem bietet Kickstarter eine Plattform, um für seine Idee zu werben und Spenden einzusammeln. Das Erfolgsrezept: Geldgeber spenden nicht einfach, sie erhalten für ihre Finanzierungsbeihilfe oftmals eine materielle Gegenleistung. Wer beispielsweise hilft, ein Musikalbum zu finanzieren, kann so viel spenden, dass er das fertige Produkt später zugeschickt bekommt. Wer noch etwas drauflegt, hat die Chance, zum Release-Konzert eingeladen zu werden oder ein signiertes Exemplar der fertigen CD abzustauben.

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Der große Medienhype um Quora ist seit Jahren vorbei. Dennoch gibt es eine kleine Experten-Community, die die Frage-Antwort-Seite zu einem der bemerkenswertesten Orte im Netz macht. Wie effektiv ist die Windkraft? Hier, die ausführliche Antwort. Gibt es Geisterstädte in Deutschland? Ja und sogar Fotos davon. Warum ist die Twittersuche so schlecht? Der Twitter-Mitarbeiter erklärt es. Über die Jahre ist so ein riesiges Archiv an Expertenwissen entstanden, das stundenlange Unterhaltung verspricht.

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Programmieren lernen - das klingt nach harter Arbeit. Und meistens ist es das auch. Codecademy will diesen Lernprozess vereinfachen. Der amerikanische Webdienst wirbt mit dem Versprechen, Programmierkenntnisse schnell und einfach zu vermitteln. Kurse in den Programmiersprachen Java und Python, sowie in der Mark-Up-Sprache HTML werden kostenlos angeboten. Die Lektionen sind kurzweilig und können auch zwischendurch oder am Abend absolviert werden. Praktisch: Wer durch das Programm durch ist, kann sich die Zeit damit vertreiben, den nächsten Facebook- oder Google-Killer zu programmieren. Alternativ kann man das Programmier-Wissen auch weitergeben und eigene Kurse angebieten.

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Es gibt noch viele weitere Wissensgebiete, deren Studium sich lohnt. Wer neben Job, Familie und Freunden keine Zeit hat, sich in Hörsälen rumzutreiben, der wird in der Khan Aacdemy fündig. Mehr als 3300 kostenlose Lernvideos sind dort abrufbar. Physikkurse, Geschichtsvorlesungen oder auch Lehrvideos zur Makroökonomie gibt es. Zu den Themen werden zudem Übungsaufgaben bereitgestellt. Schwache Schüler erhalten eine individuelle Betreuung.

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Das ist natürlich längst nicht alles. Das Internet ist riesig. Experten schätzen, dass es weltweit mehr als 155 Millionen unterschiedliche Webseiten gibt. Das russische Projekt The Internet Map unternimmt den Versuch, diese gigantischen Ausmaße sichtbar zu machen. Auf einer Karte werden die größten Internetseiten thematisch und geographisch geordnet. Wer sich durchklickt, bekommt ansatzweise einen Eindruck davon, welche Webseiten noch darauf warten, entdeckt zu werden.

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© Süddeutsche.de/mri/bavo

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