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Wegweisende Produkte von Steve Jobs:Das Vermächtnis des Apple-Chefs

Rechner waren plötzlich Designobjekte, Bonbonfarben populär. Steve Jobs hat nicht nur den Computermarkt revolutioniert, sondern auch die Werbebranche. Egal ob iMac, iPhone oder der jüngste Streich, das iPad. Der jetzt verstorbene Apple-Gründer war seiner Zeit oft voraus. Doch nicht alles, was Jobs anfasste wurde zu Gold.

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Apple I Computer

Quelle: Ed Uthman, CC-BY-SA-2.0

Rechner waren plötzlich Designobjekte, Bonbonfarben populär. Steve Jobs hat nicht nur den Computermarkt revolutioniert, sondern auch die Werbebranche. Egal ob iMac, iPhone oder der jüngste Streich, das iPad. Der verstorbende einstige Apple-Chef war seiner Zeit oft voraus. Doch nicht alles, was Jobs anfasste wurde zu Gold.

Apple I (1976)

Die Erfolgsgeschichte von Apple und Steve Jobs begann 1976: Gemeinsam mit seinem Kumpel Steve Wozniak baute der damals 21-Jährige in seiner Garage im kalifornischen Palo Alto den ersten Apple-Heimcomputer, den "Apple I". Mit einem Startkapital von 1000 Dollar hatte das Mini-Unternehmen nicht viel Spielraum - aber dafür umso mehr Glück: Der in ein Holzgehäuse gepackte Prototyp weckte das Interesse eines örtlichen Elektrohändlers, der 50 Stück zum Preis von je 666,66 Dollar orderte. Dies sicherte den Fortbestand des Unternehmens.

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Wegweisende Produkte von Steve Jobs:Apple II (1977)

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Quelle: AP

Bereits ein Jahr später präsentierte Steve Jobs den Nachfolger: Es wurde der erste Computer für den Massenmarkt. Wie schon beim Vorgänger war vor allem Wozniak für Design und Technik zuständig, Jobs sorgte für den Verkauf. Das Gerät war einer der ersten Computer mit Vier-Farben-Monitor, vor allem aber Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogramm machten den Apple II zum Verkaufsschlager: In zwölf Monaten verkauften er sich 35.000 mal - eine für die damalige Zeit beeindruckende Zahl.

Apple hielt bis 1993 an dieser Computerserie fest, doch produzierte auch Flops: Der Apple III funktionierte nicht stabil und machte so den Weg frei für den Siegeszug des IBM-PCs. "Lisa"(1983, nach Jobs' Tochter benannt), der erste Computer mit einer grafischen Oberfläche, war mit fast 10.000 Dollar viel zu teuer.

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Wegweisende Produkte von Steve Jobs:Macintosh (1984)

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Quelle: AP

1984 konnte Apple den endgültigen Durchbruch feiern: Der Macintosh hatte eine grafische Oberfläche, war für die damalige Zeit unglaublich schnell und wurde von einer geschickten Marketing-Kampagne als Computer für kreative Menschen positioniert - eine Image, das Apple auch heute noch seinen Produkten zu geben versucht. Der Werbespot für den Macintosh lief nur ein einziges Mal im Fernsehen, in der Pause des "Superbowl" im Januar 1984.

Der Macintosh hatte einen Schwarzweiß-Monitor, ein Diskettenlaufwerk, 128 Kilobyte Arbeitsspeicher, acht Megahertz Prozessor und kostete 2500 Dollar.

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Wegweisende Produkte von Steve Jobs:NeXT (1986)

Apple NextCube

Quelle: CC/ www.allaboutapple.com/

1986 gründete Jobs ein neues Unternehmen, die Firma NeXT. Ein Jahr zuvor hatte er Apple wegen eines internen Machtkampfes verlassen. NeXT brachte den NeXTcube heraus. Der Computer verkaufte sich zwar nicht besonders gut, er war aber für die IT-Entwicklung wegweisend. So entwickelte Tim Berners-Lee 1991 an ihm die Grundlagen des WWW, der erste Webbrowser wurde damit geschaffen. Apple kaufte NeXT 1996 auf und Jobs kehrte zu Apple zurück. Heute noch dient die Software von damals als Basis der Mac-Rechner und des iPhones.

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Wegweisende Produkte von Steve Jobs:iMac (1998)

Steve Jobs

Quelle: AP

Nachdem Apple ins Schlingern geraten und Jobs 1996 zurückkehrte, war der rundliche und bläulich durchsichtige iMac der erste Schritt auf dem Weg zurück an die Spitze der Branche. Computer waren plötzlich ein Design-Objekt. Bonbonfarben hielten Einzug bei hippen Werbeschmieden aber auch bei Otto Normalnutzer. Heute sind iMacs dem Zeitgeist entsprechend viel flacher und mit einer größeren Bildschirmdiagonale ausgestattet.

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Wegweisende Produkte von Steve Jobs:iPod (2001)

iTunes Music Store

Quelle: ddp

Als der iPod im Jahre 2001 auf den Markt kam, gab es bereits MP3-Player - doch Apples digitaler Walkman hängte sie alle ab und verkaufte sich bis heute mehr als 300 Millionen mal. Das lag vor allem an dem schlichten wie stilvollen Design sowie dem Drehrad, das den Sprung von Song zu Song erleichterte.

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Wegweisende Produkte von Steve Jobs:iTunes (2003)

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Quelle: BLOOMBERG NEWS

Entscheidend für den Siegeszug des iPods und aller folgenden mobilen Apple-Produkte war iTunes, also die Verknüpfung mit einer digitalen Verkaufsplattform für Musik. Bereits seit Jahren ist Apple dank iTunes der größte Musikhändler weltweit, inzwischen finden sich dort auch Apps, also Software-Programme für die Apple-Mobilgeräte.

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Wegweisende Produkte von Steve Jobs:iPhone (2007)

An employee of South Korean mobile carrier KT holds an Apple Inc's iPhone 4 smartphone and a Samsung Electronics' Galaxy S II smartphone as he poses for photographs at a registration desk at KT's headquarters in Seoul

Quelle: REUTERS

Steve Jobs Apple zum Handy-Hersteller machte, gilt heute als sein vielleicht größter Geniestreich. Zwar gab es bereits zuvor internetfähige Handys, doch erst mit dem iPhone begann eine wirkliche "Smartphone-Revolution". Die iPhone-Reihe verkauft sich trotz hoher Preise seit Jahren ausgezeichnet, Design, intuitive Nutzeroberfläche und Touchscreen-Bedienung haben die Apple-Smartphones zu einem Statussymbol werden lassen. Die Möglichkeit für Entwickler, mit den Apps Mini-Programme für das iPhone anzubieten, schaffte einen komplett neuen Markt für mobile Software-Produkte - an dem Apple 30 Prozent des Umsatzes kassiert.

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Wegweisende Produkte von Steve Jobs:Apple TV (2007)

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Quelle: AFP

Doch nicht alles was Steve Jobs bislang präsentierte, entwickelte sich zum Verkaufsschlager. Mit Apple TV, einer Set-Top-Box, können Fotos, Musik, Videos und Filme über iTunes auf den Fernseher übertragen werden. 2010 kam die zweite Generation auf den Markt, aber Apple schweigt sich über die Verkaufszahlen aus, Steve Jobs bezeichnete Apple TV gar als "ein Hobby".

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Wegweisende Produkte von Steve Jobs:iPad (2010)

Steve Jobs

Quelle: AP

Es ist das Gerät, das der Apple-Chef schon seit Jahren bauen wollte: Das iPad, ein Flachcomputer mit Touchscreen-Oberfläche, eingebettet ins iTunes-Universum. Auch hier war Apples Tablet nicht das erste seiner Art, aber das bis dato beste. Die Flachcomputer sorgen bereits heute dafür, dass der Absatz bei Desktop-PCs und Notebooks sinkt. Das Vermächtnis der Jobs-Ära dürfte Apple auch noch in der näheren Zukunft hohe Gewinne bescheren: Schätzungen des Analysehauses IHS zufolge werden im Jahr 2011 etwa 60 Millionen Tablet-Computer verkauft - 74 Prozent davon sind iPads.

© sueddeutsche.de/mri/joku/lala

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