Dota Underlords

Ebenfalls im Rahmen der E3 zeichnete sich ein neues Genre ab, das Fortnite und den anderen Battle-Royale-Spielen bald Konkurrenz machen könnte. Im Gegensatz zu den Shootern entscheidet weniger das Geschick der Spieler über Sieg und Niederlage, sondern hauptsächlich die Strategie und ein bisschen Glück - die Kämpfe trägt der Computer nämlich automatisch unter sich aus. "Auto Chess" hat das kleine chinesische Entwicklerstudio daher seine Idee getauft. Zunächst war das Spiel nur als Modifikation von Dota 2 verfügbar und hat trotzdem bereits 9 Millionen Spieler angesammelt. Auf der E3 kündigte Hersteller Epic Games (Fortnite) an, Auto Chess demnächst als eigenständiges Spiel auf der eigenen Vertriebsplattform zu veröffentlichen. Weiter sind schon Riot Games (League of Legends) und Valve (Counter-Strike, Dota 2): Ihre eigene Interpretationen des neuen Spiel-Modus sind seit einigen Wochen schon in der Beta-Phase verfügbar.

Valves "Dota Underlords" ist für Mobilgeräte optimiert. Das Spielprinzip ist das gleiche wie bei Auto Chess: Jeder der acht Spieler hat ein virtuelles Schachbrett (die einzige Gemeinsamkeit zum Brettspiel). Vor jeder Runde "zieht" er zufällige Dota-Helden aus einem Vorrat - am ehesten vergleichbar mit einem Sammelkartenspiel. So stellt sich jeder Spieler eine kleine Armee zusammen. Anschließend kämpfen die Heldenteams selbständig gegeneinander, der Spieler kann nur zusehen. Wer einen Kampf verliert, bekommt von seinen 100 Lebenspunkten einige abgezogen. Es siegt derjenige, der am längsten überlebt.

Strategische Tiefe gewinnt Underlords durch Kombinationsmöglichkeiten der unterschiedlichen Helden untereinander. Zum Beispiel werden Zauber mächtiger, je mehr Magier ein Spieler in seinem Team aufstellt. Jeden Helden gibt es jeweils mehrfach im Deck, drei gleiche fusionieren automatisch zu einem stärkeren Kämpfer der nächsthöheren Stufe.

"Dota Underlords" ist für Android, iOS und PC erhältlich.

Bild: Screenshot / Caspar von Au 1. Juli 2019, 20:562019-07-01 20:56:46 © SZ.de/mxm