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Xbox 360 wird günstiger:Kampf um Niedrigpreise

Mit seiner Ankündigung, einige Konsolen zu verbilligen, ist Sony vorgeprescht. Konkurrent Microsoft legt jetzt nach - und will den Preis für die Xbox 360 ebenfalls senken.

Der Preiskampf bei den Spielekonsolen geht in eine neue Runde: Der weltgrößte Software-Konzern Microsoft macht es Konkurrent Sony nach und senkt den Preis für sein Spitzenmodell, die Xbox 360. Ab morgen wird es die Elite-Version der Konsole mit 120 Gigabyte-Festplatte für 250 Euro und damit rund 50 Euro günstiger geben, teilte das Unternehmen heute mit.

(Foto: Foto: dpa)

Microsoft, Sony und Nintendo dominieren den Markt für Spielekonsolen. Sony hatte erst in der vergangenen Woche - im Vorfeld der Kölner Computerspiele-Messe Gamescom - eine kleinere und sparsamere Version der Playstation 3 für 300 Euro angekündigt. Auch dieses Gerät ist mit einer 120-Gigabyte-Festplatte ausgestattet. Der Preis für das reguläre Modell fällt ebenfalls von 400 auf 300 Euro.

"Wir wissen, dass der Preis ein kritischer Faktor ist", sagte Microsoft-Manager Chris Lewis. Die Nutzer achteten aber auch auf den Nutz- und Unterhaltungswert der Konsolen. Deshalb will Microsoft die Xbox zur Unterhaltungszentrale im Wohnzimmer ausbauen.

Von Herbst an soll es über die Konsole auch einen direkten Zugang etwa zu dem sozialen Netzwerk Facebook oder zum populären Kurznachrichtendienst Twitter geben.

Die günstigste Version der Konsole, die Xbox 360 Arcade, kostet weiterhin 200 Euro. Die Xbox 360 Pro mit 60-GB Festplatte will Microsoft dagegen langsam auslaufen lassen. Spielehersteller hatten wiederholt den hohen Preis der Playstation 3 kritisiert. Von einem niedrigeren Preis erhoffen sie sich bessere Verkäufe ihrer Spiele.

Gewinnträchtig ist im Konsolengeschäft vor allem der Verkauf von Spielesoftware. Bei der Hardware zahlen die Produzenten gerade zum Start eines Produkts häufig erheblich drauf. Erst jüngst hatte der Präsident von Sony Computer Entertainment in einem Interview gesagt, Sony rechne trotz der Preissenkung weiterhin mit hohen Verlusten im Hardwaregeschäft.

© dpa/cf

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