Smartphones Android-Nutzer sollten jetzt ihre Whatsapp-Daten sichern

Das Logo der Messenger-App Whatsapp. Android-Nutzer sollten vor dem 12. November ihre Backups überprüfen.

(Foto: REUTERS)
  • Am 12. November ändert Whatsapp seine Backup-Regeln für Android-Nutzer.
  • Sicherheitskopien werden künftig gelöscht, wenn sie länger als ein Jahr nicht aktualisiert wurden.
  • Betrüger versuchen derzeit, Nutzer in Anspielung auf die Änderungen abzuzocken.

Wer feststellt, dass seine letzte Datensicherung in Whatsapp länger als ein Jahr zurückliegt, sollte seine Daten noch vor Montag, dem 12. November, manuell sichern. Sonst kann es passieren, dass über den Messenger verschickte und empfangene Fotos und Videos verloren gehen.

Was ändert sich am 12. November?

Whatsapp ändert seine Regeln für das Aufbewahren der Sicherheitskopien von Chatverläufen, Fotos und Videos. Das betrifft allerdings nur Android-Nutzer, deren Datensicherungen in Google Drive gespeichert sind. Diese sollten vor dem Stichtag nochmal einen Blick in die Einstellungen von Whatsapp werfen. Denn alte Backups, die länger als ein Jahr zurückliegen, werden vom 12. November an aus dem Online-Speicher gelöscht. Die Änderung hat einen Vorteil für die Nutzer: Bisher wurden die gesicherten Daten vom Speicherkontingent der Cloud abgezogen. Kostenfrei stehen Nutzern bis zu 15 Gigabyte zur Verfügung. Künftig nehmen Whatsapp-Backups keinen Speicherplatz mehr weg.

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Was sollten Android-Nutzer jetzt tun?

Mit einem Blick in die Einstellungen von Whatsapp lässt sich ganz einfach feststellen, wann das letzte Backup der Chatverläufe gespeichert wurde und wie groß die gespeicherte Datenmenge ist. Dazu tippen Nutzer in den Einstellungen der App auf das Feld "Chats", anschließend auf das Feld "Chat-Backup". Nutzer können dort auch einstellen, wie häufig Whatsapp die Daten sichern soll und unter welchem Google-Konto. Daten manuell zu sichern, ist ebenfalls in den Einstellungen über den Button "Sichern" möglich.

Wie aufwendig ist die Datensicherung?

Für den Nutzer sind es nur wenige Klicks, den Rest erledigt Whatsapp. Allerdings kann die Datensicherung einige Zeit in Anspruch nehmen, wenn viele Fotos und Videos gesichert werden sollen. Ein Backup kann mehrere Gigabyte Speicherplatz beanspruchen. Daher sollten Nutzer vor dem Stichtag genügend Zeit einplanen. Wer sicher gehen will, dass die Speicherung ohne Zwischenfälle klappt, sollte sein Smartphone währenddessen ans Ladekabel anschließen. Um das mobile Datenvolumen zu schonen, empfiehlt sich außerdem, das Telefon mit einem Wlan-Netzwerk zu verbinden.

Kostet das Backup der Chatverläufe etwas?

Nein. Die Whatsapp-Mitgliedschaft und das Backup in Google Drive bleiben kostenlos.

Allerdings machen sich offenbar Betrüger mögliche Verwirrungen um die Regeländerung zunutze. Das berichtet das Tech-Portal Heise online. Die Betrüger verschicken E-Mails mit dem Betreff "Zahlungserinnerung" und suggerieren, dass das Whatsapp-Konto des Empfängers abgelaufen sei. Damit würden auch Bilder und Videos verloren gehen - es sei denn, die Empfänger zahlten 59 Euro (angeblich für eine einjährige Mitgliedschaft) oder 399 Euro (die "für immer Mitgliedschaft"). Wer auf einen Link in der Mail klickt, wird auf Paypal umgeleitet. Nutzer, die diesen Betrügern schon Geld überwiesen haben, sollten sich an Paypal wenden.

Generell gilt: Auch authentisch wirkenden Zahlungsaufforderungen per E-Mail sollte man nur nachkommen, wenn Zahlungsgrund und Rechnungssteller bekannt sind. Betrügerische E-Mails fallen häufig durch Rechtschreibfehler oder schiefe Formulierungen auf.

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