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Virtual-Reality-Entwickler:"Wow, ich bin in einer völlig anderen Welt"

Virtual-Reality-Weltraumshooter von CCP Games

Auf der Gamescom probiert ein Nutzer das Weltraum-Spiel "Eve Valkyrie" aus - mit dem Virtual-Reality-Headset Oculus Rift.

(Foto: dpa-tmn)

Spiele-Entwickler Jean-Charles Gaudechon spricht über die Möglichkeiten von Virtual-Reality-Spielen für Smartphones und erklärt warum er sich vorstellen kann, dass Menschen auf dem Weg zur Arbeit bald ganz anders spielen werden.

SZ: Herr Gaudechon, können Sie sich vorstellen, dass Menschen im Zug zur Arbeit ein Virtual-Reality-Headset aufsetzen und das Weltraumgame "Eve Gunjack" spielen anstatt "Angry Birds"?

Jean-Charles Gaudechon: Im Flugzeug habe ich Leute gesehen, die das gemacht haben. Aber das war der Flug nach Köln zur Gamescom. Natürlich ist man etwas mehr von der Außenwelt abgeschnitten. Das mag vermutlich nicht jeder. Aber die Hardware wird sich weiterentwickeln. In ein oder zwei Jahren ist das vielleicht kein Problem.

Die Games-Branche macht mit Handy-Spielen Milliardenumsätze, fast jeder hat ein Smartphone. Werden Virtual-Reality-Spiele für Smartphones dazu beitragen, dass sich VR schneller verbreitet?

Ich glaube schon. Wir entwickeln an beiden Enden des Spektrums: Eve Valkyrie ist ein komplexes Weltraumspiel für Spielkonsole oder Gaming-PC. Die Hardware für Eve Gunjack hat jeder, das Spiel selbst ist auch weniger komplex. Aber beides sind VR-Spiele, die es dem Spieler ermöglichen, sehr tief in diese Welt einzutauchen. Ich bin mir sicher, dass es auch auf dem Mobile-Markt ein Bedürfnis nach so einem immersiven Erlebnis gibt.

Welche Herausforderungen gibt es, wenn Sie ein Spiel für Virtual Reality entwickeln anstatt für einen herkömmlichen Bildschirm?

In einem VR-Spiel sitzt der Spieler in einer Blase mitten im Geschehen, überall um ihn herum passiert etwas. Das kann leicht überfordern und überwältigen, darüber müssen wir nachdenken. Das gilt auch für die Steuerung: Das Gear VR-Headset, das wir für Gunjack verwenden, hat nur ein kleines Touchpad an der Seite des Headsets. Wir mussten uns erst einmal überlegen, wie wir es am klügsten benutzen können. Und dann gibt es natürlich die technische Herausforderung, all das von einem Telefon berechnen zu lassen. Der Spieler soll glauben: "Wow, ich bin in einer völlig anderen Welt". Dabei hat er nur sein eigenes Smartphone vor der Nase.

Machen Sie sich Sorgen, dass Virtual-Reality-Spiele zu intensiv sein könnten?

Wir sind uns bewusst, dass wir vorsichtig sein müssen, wie viel Druck - physisch und mental - wir auf den Spieler ausüben. Diese Verantwortung hat jeder Spieleentwickler, und für Virtual Reality gilt das noch viel mehr.