bedeckt München 14°

Videospielfirma:Nintendo-Chef Iwata mit 55 Jahren gestorben

Satoru Iwata

Satoru Iwata bei einer Rede in Los Angeles im Jahr 2008.

(Foto: AP)
  • Nintendo-Chef Satoru Iwata ist im Alter von 55 Jahren an Gallenkrebs gestorben.
  • Er war seit 2002 Chef des japanischen Videospielunternehmens.
  • Im vergangenen Jahr hatte Iwata wegen der schlechten Unternehmensergebnisse sein Gehalt halbiert.

Nintendo-Boss erliegt Krebsleiden

Der Chef des japanischen Videospielriesen Nintendo, Satoru Iwata, ist an Gallenkrebs gestorben. Der 55-Jährige sei am Samstag seiner Krankheit erlegen, teilte der in Kyoto ansässige Konzern in einer kurzen Erklärung mit.

Iwata hatte seine berufliche Karriere als Programmierer begonnen. 2002 übernahm er den Chefposten bei Nintendo - nur zwei Jahre nachdem er bei dem Unternehmen angefangen hatte.

Nach drei Jahren erstmals wieder Gewinn

Angesichts sich verschlechternder Unternehmensergebnisse hatte Iwata vor ein paar Monaten eine Abkehr von der Unternehmenspolitik eingeleitet, allein auf Spielekonsolen zu setzen. Im März gab der Hersteller der Spielekonsole Wii seine Absicht bekannt, einen Anteil an der japanischen Firma DeNA zu kaufen, die Spiele für Smartphones entwickelt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Iwata wegen der schlechten Unternehmensergebnisse sein Gehalt halbiert. Nintendos Konkurrenten Sony und Microsoft hatten in jüngster Zeit das japanische Unternehmen überholt. Alle drei Unternehmen leiden unter der Entwicklung, dass Videospiele zunehmend für wenig Geld oder gar gratis im Internet heruntergeladen werden können.

Ende Mai verkündete Nintendo immerhin, dass es nach drei Jahren mit Verlusten wieder Gewinn machte. Im jüngsten Geschäftsjahr, das am 31. März zu Ende ging, lag er demnach bei 41,8 Milliarden Yen (aktuell 304 Millionen Euro).

SZ Espresso Newsletter

Auch per Mail bestens informiert: Diese und weitere relevante Nachrichten finden Sie - von SZ-Autoren kompakt zusammengefasst - morgens und abends im SZ Espresso-Newsletter. Hier bestellen.

© Süddeutsche.de/AFP/fued
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema