bedeckt München 26°

Videoportale im Vergleich:Das können die Netflix-Konkurrenten

Netflix So funktioniert Netflix Bilder
Kurztest

Deutschland-Start des Streaming-Anbieters

So funktioniert Netflix

Netflix gibt es jetzt auch in Deutschland. Doch wie sieht der Dienst aus, wie funktioniert er und wie fühlt es sich an, Netflix zu nutzen? Ein erster Überblick.

Netflix startet in Deutschland - doch hierzulande gibt es bereits einige Dienste, die Serien und Filme anbieten. Was bieten Maxdome, Watchever, Amazon und Sky Snap?

Bequem, schnell, günstig: Videotheken im Netz boomen - im Gegensatz zu den Pendants in deutschen Innenstädten. So hat die Unternehmensberatung Deloitte herausgefunden, dass 44 Prozent der Verbraucher in Deutschland Filme künftig aus dem Netz streamen oder herunterladen wollen. Regelmäßige Besuche in einer Videothek plant dagegen nur noch jeder Fünfte. Die Zahl der Anbieter von Serien und Filmen im Internet wächst. Die Berater von PricewaterhouseCoopers schätzen, dass der Online-Video-Umsatz bis 2017 von 134 Millionen auf 500 Millionen Euro steigen wird.

Netflix, der prominente Neuzugang auf dem Markt, wird seinen Teil dazu beitragen. Der US-Konzern, 1997 als DVD-Verleih gestartet, schaltete in der Nacht zum Dienstag sein Angebot in Deutschland frei. Der Dienst ist in den USA Marktführer und hat nach eigenen Angaben rund 50 Millionen Abonnenten in mehr als 40 Ländern. Netflix trifft in Deutschland auf einen Markt, in dem bereits etwa 50 Online-TV- und Videostreaminganbieter um Gunst und Geldbeutel der Zuschauer buhlen. Hunderttausende Filme und Serien sind bereits erhältlich.

Deutschland-Start des Streaming-Anbieters

So funktioniert Netflix

Was kann das neue Angebot und was bieten seine größten Konkurrenten wie Maxdome, Sky, Watchever und Amazon? Eine Übersicht.

Was bietet Netflix?

Netflix will in Deutschland mit exklusiven Inhalten punkten. So können deutsche Abonnenten nun auch die ersten beiden Staffeln der Eigenproduktion "House of Cards" sehen, sowie die in einem Frauengefängnis spielende Eigenproduktion "Orange is the New Black". Neben internationalen Spielfilmen hat der Dienst hierzulande auch deutsche Filme und Serien im Angebot. So sicherte sich Netflix die Rechte an "Stromberg". Die Serie soll ab Oktober über den Dienst zu sehen sein. Auch die Rechte an der "Sendung mit der Maus" nennt Netflix sein eigen. Wie viele Titel der Nutzer bei Netflix insgesamt sehen kann, gab der Dienst bislang nicht bekannt.

Was kostet Netflix?

Es gibt verschiedene Abomodelle: Für 7,99 Euro im Monat kann der Dienst auf einem Gerät in Standard-Auflösung genutzt werden. Für 8,99 Euro bekommt man Zugriff von zwei Geräten gleichzeitig sowie Inhalte in HD-Auflösung. In der teuersten Variante für 11,99 Euro kann der Dienst von vier Geräten abgerufen werden, und der Kunde bekommt auch Sendungen in der aktuell besten Bildqualität Ultra-HD. Dafür braucht man allerdings ein entsprechendes TV-Gerät.

Was bietet Maxdome?

Mit etwa 62 000 Titeln hat Maxdome, das Angebot von ProSiebenSat1, derzeit die Nase vorn, wenn es nur nach der Anzahl der verfügbaren Videos geht. Der Dienst beherrscht in Deutschland rund ein Drittel des Marktes. Zu sehen gibt es neben US-Serien und Filmen zahlreiche deutsche Serien, die aus dem Programm der Sender der ProSiebenSat1-Gruppe stammen.

Was kostet Maxdome?

Die Monats-Flatrate kostet 7,99 Euro. In diesem Paket sind aber nicht alle Inhalte des Dienstes enthalten, sondern nur rund 50 000 Titel. Für einige aktuelle Blockbuster muss der Kunde extra zahlen, nach Angaben von Maxdome aus lizenzrechtlichen Gründen. Der Einzelabruf kostet 50 Cent und mehr. Aktuelle Filme sind teilweise deutlich teurer, meist knapp fünf Euro. Maxdome-Kunden können Filme und Serienfolgen für einen begrenzten Zeitraum speichern und über die Mobil-App ansehen.

Was bietet Watchever?

Watchever gehört zum französischen Vivendi-Konzern. Rund 13 000 Titel sind im Angebot, vor allem Filmfans werden hier fündig.

Was kostet Watchever?

Das Abo gibt es für 8,99 Euro im Monat. Der Kauf von einzelnen Titeln ist nicht möglich. Nutzer von Mobilgeräten können für eine begrenzte Zeit Inhalte speichern und sie unterwegs ansehen.

  • Themen in diesem Artikel: