Vermögen des Megaupload-Gründers Kim Schmitz erhält 37.000 Euro monatlich

Neuseelands Justiz zeigt sich großzügig: Der umstrittene Megaupload-Gründer Kim Schmitz erhält monatlich 37.000 Euro aus seinem beschlagnahmten Millionenvermögen, um seine täglichen Ausgaben zu bestreiten. Auch auf seinen Mercedes muss er nicht verzichten.

Die neuseeländische Justiz hat einen Teil des eingefrorenen Vermögens des deutschen Megaupload-Gründers Kim Schmitz freigegeben und gewährt ihm Ausgaben in Höhe von monatlich umgerechnet 37.000 Euro.

Megaupload-Gründer Kim "Dotcom" Schmitz: Geld für Butler und Kindermädchen.

(Foto: dpa)

Ein Gericht in Auckland erlaubte dem gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuß gesetzten Autoliebhaber auch das Fahren seines Mercedes', wie die Zeitung New Zealand Herald berichtet. Medienberichten zufolge hatte der 38-Jährige beantragt, über 167.000 Euro pro Monat verfügen zu dürfen, etwa um einen Butler und Kindermädchen bezahlen zu können.

Schmitz alias Kim Dotcom war am 20. Januar bei einer gemeinsamen Aktion von neuseeländischen und US-Behörden in seiner Villa in Auckland festgenommen worden. Sein Vermögen wurde eingefroren. Er wurde einen Monat später gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt.

Die US-Behörden werfen Schmitz eine Verletzung des Urheberschutzes und Betrug vor und fordern seine Auslieferung. Megaupload, inzwischen geschlossen, bot seinen Nutzern seit 2005 an, Daten im Internet zu speichern und dort auch anderen zur Verfügung zu stellen. Dies ist an sich nicht illegal.

Allerdings wurde die Plattform auch dazu genutzt, Raubkopien etwa von Musik, Filmen und Software zu verbreiten. Rechteinhabern soll so ein Schaden von 500 Millionen Dollar entstanden sein. Sollte Schmitz an die USA ausgeliefert werden, drohen ihm dort 20 Jahre Haft.