Verärgerte Fotografen Flickr verkauft keine Bilder mehr mit Creative-Commons-Lizenz

  • Yahoo-Tochter Flickr entfernt alle Fotos mit Creative-Commons-Lizenz aus ihrem kommerziellen Dienst "Wall Art".
  • Viele Fotografen hatten verärgert auf den Verkauf ihrer Bilder reagiert - da sie nicht an den Erlösen beteiligt wurden.

Fotografen verdienten nichts an ihren Bildern

Im November gab es große Aufregung unter Fotografen, die ihre Bilder bei Yahoos Fotoplattform Flickr hochgeladen haben. Fotos, die unter den Creative-Commons-Lizenzen CC-BY veröffentlicht wurden, hatte Yahoo in den eigenen kommerziellen Dienst "Wall Art" gestellt. Nutzer konnten sie als Leinwand- oder Holzdrucke kaufen, die Fotografen sahen von dem Erlös allerdings nichts.

Rein rechtlich hat sich Yahoo mit diesem Vorgehen nichts zu Schulden kommen lassen, da diese Lizenzen die Nutzung für kommerzielle Zwecke ausdrücklich erlauben. Lediglich der Urheber muss genannt werden. Liberale Lizenzen wie CC-BY sind im Sinne eines freien Netzes entwickelt worden. Zugrunde liegt für viele Urheber die Hoffnung, dass sich ihre Werke bei geringeren Auflagen weiter verbreiten.

Alle Creative-Commons-Bilder aus "Wall Art" entfernt

Doch offenbar waren nun viele Nutzer vom Vorgehen von Flickr derart verärgert, dass die Yahoo-Tochter einen Rückzieher macht. Per Blogpost hat der Vizepräsident von Flickr, Bernardo Hernandez, jetzt der Foto-Community mitgeteilt, dass man alle unter Creative-Commons-Lizenz stehenden Bilder aus "Wall Art" entfernt habe.

Käufer bekommen Geld zurück

"Es tut uns leid, dass wir einige von euch enttäuscht haben", beginnt er seinen Eintrag. Weiter gibt Hernandez zu, dass es wohl nicht dem Geist der Gemeinschaft entsprochen habe, Creative-Commons-Werke für einen kommerziellen Dienst zu verwenden. Man werde mit einem Programm zurückkommen, das besser zu den Werten der Fotogemeinschaft passe.

Bis es soweit ist, erstattet Flickr den Käufern das Geld für bereits ausgelieferte Werke zurück.