Wikileaks Stratfor-Hacker zu zehn Jahren Haft verurteilt

Er leitete Millionen interne E-Mails an Wikileaks weiter: Ein Gericht hat den Anonymous-Aktivisten Jeremy Hammond zur Höchststrafe verurteilt.

Der Hacker Jeremy Hammond muss ins Gefängnis. Das berichten der Guardian sowie die Nachrichtenagentur Reuters. Ein Gericht in New York verurteilte den politischen Aktivisten, der sich zum Hacker-Kollektiv Anonymous rechnet, zu zehn Jahren Haft. Es ist die Höchststrafe.

Hammond hatte Millionen interne E-Mails des amerikanischen Think-Tanks Stratfor an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergegeben. Außerdem wurde ihm vorgeworfen, Webseiten von Strafverfolgungsbehörden, darunter auch die des FBI, und Unternehmen gehackt und dabei 60.000 Kreditkarten-Nummern kopiert zu haben.

Hammond hatte die Vorwürfe eingeräumt. Er habe Stratfor als "privaten Geheimdienst" gesehen, dessen Einfluss ihm Sorgen gemacht habe, sagten seine Anwälte vor Gericht. Hammond selbst bezeichnete den Richterspruch als "rachsüchtigen und boshaften Akt". Schon vor der Urteilsverkündung hatte Hammond im Gespräch mit dem Reportern des Guardian angekündigt, mit einer langen Haftstrafe zu rechnen. Die Staatsanwaltschaft hatte die Höchststrafe von zehn Jahren gefordert.

Die Ankläger hätten deutlich gemacht, mit ihren Forderungen auch anderen politischen Hackern eine Botschaft senden zu wollen, sagte Hammond. Anonymous habe sie bloßgestellt, sie wollten ihr Gesicht wahren.