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US-Wahlkampf:Jeb Bush veröffentlicht Tausende E-Mails mit privaten Daten

Former Florida Governor Bush waits to address the Detroit Economic Club about his 'Reform Conservative Agenda' in Detroit

Jeb Bush, der frühere Gouverneur von Florida, hat Hunderttausende E-Mails aus seiner Amtszeit veröffentlicht.

(Foto: REUTERS)
  • Der mögliche republikanische Präsidenschaftskandidat Jeb Bush veröffentlichte auf seiner Website Tausende E-Mails aus seiner Zeit als Gouverneur von Florida.
  • Die E-Mails enthalten sowohl persönliche Daten wie Adressen und Telefonnummern als auch Sozialversicherungsnummern. Diese zu veröffentlichen, ist allerdings verboten.

2016 wird in den USA der Nachfolger Barack Obamas gewählt und mögliche Nachfolger bringen sich schon mal in Stellung. Darunter auch Jeb Bush, ehemaliger republikanischer Gouverneur von Florida und Bruder beziehungsweise Sohn der Ex-Präsidenten George W. und George H. W. Bush. Allerdings mit einer fragwürdigen Aktion.

Transparenz und Offenheit

So veröffentlichte Bush auf seiner Website jetzt Tausende E-Mails aus seiner Zeit als Gouverneur von Florida. So wollten er und sein Wahlkampfteam verdeutlichen, dass man für Offenheit stehe und mit den Wählern konstruktiv kommuniziert habe. "Im Geiste der Transparenz poste ich hier E-Mails aus meiner Amtszeit als Gouverneur", schreibt Bush auf seiner Website. Manche der E-Mails seien lustig, manche ernst, bei manchen sei er frustriert gewesen.

Bush hat nun aber nicht nur die Texte der E-Mails, in denen er beispielsweise den Kreationismus verteidigt, Links zu Zeitungsartikeln geschickt bekommt oder Beschwerden über verschmutzte öffentliche Toiletten online gestellt, sondern auch viele persönliche Daten der Absender wie Adressen, Telefonnummern und auch deren Sozialversicherungsnummern.

Möglicherweise hat sich Jeb Bush strafbar gemacht

Letztere dürfen aber, wie The Verge schreibt, laut Gesetzen in Florida nicht veröffentlicht werden, sondern nur von den zuständigen Behörden, Arbeitgebern oder Banken genutzt werden. Jeb Bush könnte sich also strafbar gemacht haben. Allerdings hat Bush 2014 bei einer Behörde in Florida nachgefragt, ob er die E-Mails inklusive Sozialversicherungsnummern aus seiner Amtszeit veröffentlichen darf. Offenbar bekam er das Okay.

Die E-Mails waren zunächst sowohl als Text als auch als Outlook-Dateien im PST-Format online. Diese wurden mittlerweile entfernt. Genauso offenbar wie E-Mails, die Sozialversicherungsnummern enthielten. Die entsprechenden Beispiele, die The Verge auf seiner Website zeigt, sind nun nicht mehr auf Bushs Website gelistet.