TV-Technik Von HDR bis bis UHD

Scharf, schärfer, UHD: Die Hersteller zeigen auf der Elektronikmesse Ifa neueste Entwicklungen.

(Foto: Maurizio Gambarini/dpa)

Die Industrie denkt sich ständig neue Begriffe aus. Dabei sind die Abkürzungen oft verwirrend. Ein Überblick.

Von Helmut Martin-Jung

Die Industrie hat eine bemerkenswerte Fähigkeit entwickelt, immer neue Begriffe und Abkürzungen zu erfinden. Im Zweifel verwirren die den Kunden mehr, als dass sie bei der Entscheidung helfen.

Full HD: Der Begriff stammt aus einer Zeit, als die damit gemeinte Auflösung, 1920 mal 1080 Bildpunkte, das höchste der Gefühle war. Heute bildet es das untere Ende der Auflösung bei Fernsehern.

4K/UHD: Ultra high definition, die ultrahohe Auflösung wird auch 4K genannt, weil die horizontale Anzahl der Bildpunkte etwa 4000 beträgt. Ein 4K-Gerät zeigt viermal so viele Bildpunkte an wie ein Full-HD-Fernseher.

8K: Noch gibt es nur vereinzelt Sendungen in 4K-Auflösung und die meist nur gegen Bezahlung - doch die Industrie prescht voran und stellt bereits die ersten Geräte mit 8000 horizontalen Bildpunkten vor, sie haben viermal so viele Bildpunkte wie 4K-Fernseher.

Wer Sendungen in 8K übers Internet sehen möchte, sollte darauf achten, ob er in einer Gegend wohnt, in der es leistungsfähige Anschlüsse gibt. Schon bei 4K-Filmen rauschen um die 15 Megabit pro Sekunde durchs Kabel, der Anbieter Netflix empfiehlt Leitungen mit mindestens 25 Megabit pro Sekunde.

HDR: High dynamic range ist ein Verfahren, das Fernsehbilder natürlicher wirken lassen soll. Denn eigentlich kann die Technik keine so großen Kontrastunterschiede verarbeiten und darstellen wie das menschliche Auge.

Klassisches Beispiel: Ein Fußballspiel in grellem Sonnenschein. Entweder ist es im Schatten zu dunkel oder in der Sonne zu hell. Mit HDR lassen sich die Unterschiede ausgleichen, ohne dass die Bilder leiden. Allerdings gibt es wieder einmal konkurrierende Verfahren, ein großes Thema wird die Sache wohl erst dann, wenn sich eines davon endgültig durchgesetzt hat.

Sprachsteuerung: Smarte Geräte wie bei "Star Trek" per Sprache zu steuern, ist gerade ein großer Trend. Damit die Sache funktioniert, müssen die Gerätschaften allerdings ständig mitlauschen. Sie schalten sich zwar nur ein, wenn sie ihr Codewort gehört haben. Aber dabei verhören sie sich auch ziemlich oft. Alles, was dann zu hören ist, wandert auf die Server der Anbieter.

Und: Man kann die Lauscher auch mit für Menschen unhörbaren Signalen aufwecken.

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