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Telefonate in der Öffentlichkeit:Lieber ohne Partner als ohne Smartphone

Mobile Geräte dienen vielen auch als Uhr und Wecker, doch ob man sie im Schlafzimmer auch verwendet, um zu telefonieren, Kurznachrichten zu schreiben oder im Internet zu surfen, ist je nach Land sehr verschieden.

Giuseppe Castellano uses his AT&T iPhone in the subway at West 14th Street and 8th Avenue in New York

Telefonieren in der U-Bahn (hier in New York) ist bereits an einigen Orten möglich - doch brauchen wir das überhaupt?

(Foto: Reuters)

Die Niederländer geben dabei seltsamerweise ihre Zurückhaltung auf und verwenden Handy, Laptop oder Tablet PC im Bett fast genauso oft wie Nutzer in Frankreich oder Italien (47 bis 55 Prozent). Hier sind die Deutschen und die Briten am zahmsten, nur ein knappes Drittel der Befragten bekennt sich dazu.

Die Studie zeige, sagt Intel-Manager Christian Lamprechter, dass sich ein gesellschaftlicher Konsens, wie mit mobilen Geräten umzugehen sei, erst noch entwickeln müsse. In einigen Ländern, zum Beispiel in der Türkei, in Südafrika, Tschechien und Frankreich, wünschen sich zwei Drittel der Befragten oder mehr, dass der Staat Gesetze erlässt, die regeln, was mit mobilen Geräten erlaubt ist und was nicht.

Am meisten genervt von schlechtem Benehmen mit Handy und Co. fühlen sich mit Abstand die Südafrikaner, gefolgt von Spanien. In der Türkei, in Rumänien und Polen, aber auch in den reichen Ländern Deutschland und Holland empfinden es um die zwei Drittel der Befragten als störend, dass mobile Geräte vielen Besitzern als Statussymbole dienen, mit denen diese Aufmerksamkeit erregen möchten.

Kein Smartphone am Esstisch

Vielen ist ihr Mobilgerät sogar so wichtig, dass sie lieber auf andere Dinge verzichten würden als darauf: Immerhin neun Prozent gaben an, lieber eine Woche ohne den Partner leben zu können als ohne ihr mobiles Gerät. Schokolade oder andere Süßigkeiten könnten sogar 52 Prozent der Befragten leichter entbehren.

Nur in einem Punkt sind sich fast alle Länder einig: Beim Essen haben Handys und Laptops nichts verloren. Am schlimmsten finden das die Franzosen und Italiener. Einzig und allein die Tschechen halten noch weniger davon, solche Geräte im Bett zu benutzen.

Spanien mögen keine Handy-Zücker

Dass man dagegen im Café mal eben schnell das Smartphone zückt, oder während des Fernsehens, ist dagegen in den meisten Ländern kaum mehr ein Grund sich aufzuregen, bloß in Spanien wird das der Studie zufolge nicht so gerne gesehen.

Der Intel-Konzern, der ja eigentlich bloß die Innereien für Computer und für mobile Geräte herstellt, erhofft sich von Studien wie diesen unter anderem Trends zu erkennen, die für Entwicklung neuer Geräte eine Rolle spielen.

Bei Chips für Smartphones und Tablets hat der Gigant aus dem Silicon Valley bisher noch keine überzeugenden Lösungen präsentieren können. Man arbeitet allerdings daran, die Recheneinheiten, die solche Geräte antreiben, kleiner, stromsparender und dabei dennoch leistungsfähig zu konstruieren.