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Digitale Gesellschaft:Arbeitslose werden geschult

Leila Janah, Samasource

Leila Janah liegen sichere Arbeitsstellen am Herzen.

(Foto: Samasource)

Samasource: Leila Janah codet gegen Armut

Jobs sind das nachhaltigste Mittel gegen Armut, da war sich Leila Janah sicher. Deswegen gründete die 36-jährige US-Amerikanerin ihr gemeinnütziges Unternehmen Samasource. Seit zehn Jahren schafft die Organisation der Harvard-Absolventin nun schon Arbeitsplätze vor allem in Uganda und Kenia, aber auch in Indien, indem sie große Digitalprojekte in kleinere Teilprojekte mit klar definierten Aufgabenfeldern aufteilt.

Menschen, die vorher arbeitslos waren, werden geschult, um sogenannte learning data, also Trainingsdaten für künstliche Intelligenz, für große Unternehmen wie Getty Images oder Volkswagen zu produzieren. Sie arbeiten dann beispielsweise an der Suchmaschinenoptimierung für die Bildersuche bei Getty oder der visuellen Erfassung von Gegenständen beim automatisierten Fahren. So entstehen auch in ökonomisch schwachen Regionen Jobs.

Janah geht es besonders darum, jungen Erwachsenen und Frauen die Möglichkeit zu geben, sich selbst und ihre Familien zu ernähren. Viele von ihnen versuchten zuvor, ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft zu verdienen, auch wenn Boden und Klima ihrer Heimat dafür schwierig sind. Seit 2008 bekamen laut Angaben von Samasource nun mehr als 10 000 Menschen, die teils noch nie in einem Unternehmen tätig waren, auf diese Weise eine Ausbildung am Computer sowie eine sichere Arbeitsstelle.