Technik:Googles "Home" ist ein Angriff auf Amazon

Bisher ist nur Amazon mit seinem smarten Lautsprecher Echo auf diesem Gebiet aktiv gewesen. Er ist seit Kurzem auch in Deutschland verfügbar, wird aber nur in limitierter Stückzahl verkauft. Google Home kommt zunächst nur in den USA auf den Markt und soll erst 2017 auch in Deutschland zu haben sein.

Es verwundert nicht, dass Gerüchten zufolge auch Apple an einem ähnlichen Gerät arbeitet - schließlich hat man mit der smarten Assistenz-Technologie Siri den wichtigsten Bestandteil bereits im Haus. Außerdem ist Apple auch bei Geräten für das vernetzte Heim aktiv.

Gartner gibt aber zu, dass es einige Zeit dauern werde, bis sich die Menschen daran gewöhnen würden, dass bei ihnen zu Hause ein Gerät stehe, das ständig mitlauscht, um bei seinem Codewort dann aktiv zu werden. Das Vertrauen in den Datenschutz des jeweiligen Anbieters sei dabei sehr wichtig. Google-Mann Queiroz betont daher, dass Home auch einen Knopf habe, um die Lauschfunktion ganz abzuschalten. Außerdem sei Googles virtueller Assistent an ein Google-Konto geknüpft und wisse eben das, was der Nutzer ihn in diesem Konto wissen lasse.

Welche Daten wohin fließen, das werden viele auch bei Googles Internet-Routern wissen wollen, denn diese wollen sich durch eine Reihe schlauer Funktionen vom Wettbewerb abheben. "Wenn sie beispielsweise mit einem Tablet durchs Haus gehen und einen Film schauen, gibt der Router automatisch dort mehr Durchsatz frei, wo er benötigt wird", sagt Queiroz. Googles Router, von denen man mehrere im Haus platzieren kann, bauen untereinander ein eigenes Netz auf, das zwar nicht erfasst, welche Inhalte darüber fließen, wohl aber, wo gerade viel Power verlangt wird und wo die Daten eher gemächlich tröpfeln.

Viel Leistung, das wird ein weiteres Google-Produkt der Internet-Leitung abverlangen. Denn Chromecast Ultra ist für das neue besonders hoch auflösende UHD-Fernsehen ausgelegt. Außerdem unterstützt es die Standards HDR und Dolby Vision, mit denen Bilder besonders lebhaft auf den Bildschirm gebracht werden sollen. Mit 79 Euro Verkaufspreis ist das TV-Zusatzgerät außerdem sehr günstig.

Das gilt auch für die neue VR-Halterung von Google. In die Brille können Smartphones eingesteckt werden. Durch die gewählten Materialien soll sie leichter und bequemer sein als Modelle der Konkurrenz. Zunächst werden nur die neuen Pixel-Smartphones von Googles damit funktionieren, künftig aber soll es auch kompatible Modelle anderer Hersteller dafür geben.

© SZ vom 05.10.2016
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