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Ansturm bei Gamescom:Highscore in Köln

Am Abschlusswochenende ist Europas größte Spielemesse von Besuchern regelrecht überrannt worden. Was für die Betreiber Grund zur Freude ist, dürfte manchen Gamer ziemlich enttäuscht haben: Zeitweise wurde niemand mehr auf das Gelände gelassen.

Endlose Schlangen, riesige Menschentrauben vor den Kassen: Europas größte Spielemesse Gamescom in Köln ist am Abschlusswochenende von einem Besucheransturm regelrecht überrollt worden. Am Samstag, dem vorletzten Tag, wurde zeitweise kein einziger Fan mehr auf das Gelände gelassen.

Der Eingang wurde am Samstagmittag aus Sicherheitsgründen wieder geschlossen, weil sich schon mehr als 60.000 Menschen auf dem Messegelände befanden. Für die abgewiesenen Besucher wurde ein Entertainment-Programm außerhalb der Messe organisiert.

Was für Besucher Stress, war für die Veranstalter eine gute Nachricht. Noch nie waren so viele Menschen auf der Gamescom. Ersten Schätzungen zufolge kamen insgesamt 275.000 Besucher nach Köln, das wären fast zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Bei der Gamescom hatten 550 Aussteller ihre Neuheiten gezeigt. Zu den Trends gehörten Online-Spiele und 3D-Animationen, für die man keine Spezialbrille benötigt. Weiterer Schwerpunkt waren Smartphone- Apps, die zunehmend zur Konkurrenz für etablierte Konsolen-Hersteller werden. "Da ist ein deutlicher Wandel zu erkennen: Computerspiele werden immer mobiler", sagte Sprecher Tim Endres.

Dennoch seien die Konsolenspiele weiterhin die "wichtigste Säule des Marktes". Nach Angaben der Veranstalter begeisterten sich die Besucher nicht nur fürs "Daddeln" an den Konsolen. Erstmals gab es auf der Spielemesse einen eigenen Bereich für Medienpädagogik. Beim "Gamescome-Campus" standen Themen wie Jugendschutz und die Vermittlung von Medienkompetenz im Vordergrund.

© sueddeutsche.de/dpa/leja
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