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Spiele-App "Wave Wave":Rasend durch die Lücke

Wave Wave, ein Spiel für iOS

Ein Screenshot aus dem Spiel Wave Wave.

(Foto: Thomas Janson)

Schick, schnell, sauschwierig: Im iOS-Spiel "Wave Wave" gilt es, eine dünne Linie an Hindernissen vorbeizulenken. Das Spiel endet so fix, dass es die Ergebnisse in Hundertstelsekunden misst.

Von Hakan Tanriverdi

Worum geht es in Wave Wave?

Die Aufgabe besteht darin, eine dünne schwarze Linie durch die Level zu navigieren, ohne dass sie Hindernisse berührt. Diese Hindernisse sind Dreiecke in unterschiedlichster Größe: mal bedecken sie fast die gesamte Spielfläche und lassen nur kleine Korridore frei, durch die man die Linie zwängen muss. Mal sind sie so gestaffelt, dass es nur im Zickzackkurs weitergeht. Die Linie lässt sich per Druck auf den Bildschirm navigieren. Drückt man, rast die Linie nach oben. Lässt man los, fällt sie nach unten ab.

Die Linie bewegt sich sehr schnell. Worauf es also ankommt, ist die fixe Reaktion der Spieler. Wäre das schon alles, dann wäre das Spiel meisterbar. Es wäre zwar schwierig, aber man könnte sich auf die Geschwindigkeit einstellen.

Doch das versucht Spieleentwickler Thomas Janson mit ein paar Kniffen zu verhindern: Das Spielfeld ist keine feste Fläche, sondern es bewegt sich mit. Mal wird es zusammengestaucht, mal dreht es sich auf den Kopf, mal nach links und rechts, mal im Kreis. Das alles geschieht in willkürlicher Reihenfolge. So verliert der Spieler im Sekundentakt die Orientierung, manövriert die Linie an Hindernisse - und muss von vorne beginnen. Janson tut alles, um den Spieler zu verwirren.

Was sieht vielversprechend aus?

Von der Grafik, über den Soundtrack bis hin zum Gameplay: Alles. Durch die Geschwindigkeit und die sehr kurze Spieldauer - sie wird in Hundertstelsekunden angegeben - erzielt Wave Wave denselben Effekt wie das Spiel Flappybird. Man wird süchtig und will besser werden.

Der Unterschied: Hier kann der Spieler anhand von zwei bis drei Gimmicks den Spielverlauf tatsächlich beeinflussen. So gibt es etwa kleine Dreiecke, die dazu dienen, das rasante Tempo erheblich zu drosseln.

Die Musik und die Sprachkommandos - über die zum Beispiel angekündigt wird, dass die Spielfläche sich gleich auf den Kopf stellen wird - tragen zum schnellen Tempo des Spiels bei.

Warum sollte man trotzdem skeptisch sein?

Das Spiel besitzt mehrere Modi, Schwierigkeitsstufen und Level. Sie widersprechen sich teilweise in der Spiellogik. Sorgt in einem Level etwa die bloße Berührung dafür, dass das Spiel endet, geschieht das in anderen Level nicht. Ein gleichbleibendes Spieleprinzip wäre angebrachter gewesen - jedenfalls das, was man erwartet.

Woran erinnert Wave Wave?

In vielen Punkten ist das Spiel ganz offensichtlich eine Hommage an Super Hexagon. Das beginnt bei den Sprachkommandos und geht bis hin zum Soundtrack. Auch die Art, wie das Spiel funktioniert, ist an Super Hexagon angelehnt.

Was geschieht beim ersten Start des Spiels?

Nach einer kurzen Begrüßung wird man aufgefordert, den Bildschirm zu drücken. Anschließend kann man aus mehreren Kategorien auswählen. Das wirkt verwirrend, und um direkt zum Spiel zu gelangen, drückt man am besten auf "Random", anschließend auf "Accept" und "Single Player". Jetzt lädt das erste Level und die Funktionsweise des Spiels wird erklärt.

Wave Wave ist momentan nur für iOS von Apple erhältlich. Es kostet 2,69 Euro.

© Süddeutsche.de/hatr/luk

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