bedeckt München 17°
vgwortpixel

Soziale Netzwerke:Alles löschen, bitte

Honorarfrei

Jaron Lanier kann sich - wie hier bei der Ted Conference in Vancouver - nur schwer zurückhalten, wenn es um Facebook oder Google geht, er nennt sie "Imperien der Verhaltensmanipulation".

(Foto: Bret Hartman / TED)

Der Computer-Pionier Jaron Lanier sieht soziale Netzwerke wie Facebook, Google und Twitter als akute Gefahr für die Menschheit - und will sie abschaffen.

Wenn man mit Jaron Lanier spricht, nachdem er gerade eine seiner Brandreden gegen Facebook, Google und all die anderen sozialen Netze gehalten hat, die die Utopie einer digitalen Welt zum Wohle aller in einen monopolkapitalistischen Wahnsinn für suchtkranke Konsumidioten verwandelt haben, kommt er schnell ins Schnaufen. Das liegt weniger daran, dass ihm sein schwerer Körper zu schaffen macht. Nein, man spürt, wie ihn die Wut und die Verzweiflung anstrengen, weil er zu den Pionieren dieser Techno-Utopie gehörte, und weil es so viel anstrengender ist, vor einer Katastrophe zu warnen, als eine glorreiche Zukunft zu prophezeien. Vor allem, wenn man aus einer Welt kommt, in der die glorreiche Zukunft schon immer das wichtigste Verkaufsargument war.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
SZ-Magazin
Warum in der Schule nur männliche Autoren gelesen werden
Teaser image
Gesundheit
Was beim Abnehmen wirklich hilft
Teaser image
Coronavirus in Deutschland
Die neue Lockerheit
Teaser image
Corona-Soforthilfe
"Zugegeben, da habe ich recht großzügig gerechnet"
Teaser image
Anschläge in Waldkraiburg
Unterwegs mit Rohrbomben
Zur SZ-Startseite