Software-Update Apple schließt auch Sicherheitslücke für MacOS

Schwere Sicherheitslücken hatten Apple-Nutzern seit vergangener Woche große Probleme bereitet. Jetzt hat der Konzern nach Software-Updates für iPhone und iPad auch eines für MacOS-Anwender bereitgestellt.

Apple hat jetzt die gravierende Sicherheitslücke in seinem Macintosh-Betriebssystem geschlossen. Der Fehler erlaubte es Angreifern unter Umständen, Daten abzufangen, obwohl sie mit dem sicheren SSL-Protokoll übermittelt wurden. Die SSL-Verschlüsselung wird zum Beispiel beim Online-Banking oder Shopping im Internet benutzt.

Die Mac-Anwender müssen dazu ein Software-Update auf Mac OS X 10.9.2 einspielen, das von Apple nun zur Verfügung gestellt wurde. Der Sicherheitsfehler betraf das aktuelle Mac OS X 10.9 Mavericks.

In älteren Mac-OS-X-Versionen bestand der Fehler offenbar nicht. Er sorgte dafür, dass SSL-Verbindungen in dem Apple-Browser Safari und Programmen wie Mail und Kalender nicht abhörsicher waren. Zuvor hatte Apple bereits eine ähnliche Lücke im SSL-System für seine Mobilgeräte iPhone und iPad mit einer neuen System-Version iOS 7.0.6 gestopft.

Bislang gibt es keine Angaben dazu, ob und in welchem Umfang die Lücke tatsächlich ausgenutzt wurde. Die gesicherte Kommunikation über SSL stand laut Unterlagen des Informanten Edward Snowden auch im Visier des US-Geheimdienstes NSA.