bedeckt München 26°

SMS-Peinlichkeit:Links zu Camerons "LOLGate"

Dass "lol" im digitalen Sprachgebrauch für "Laughing Out Loud" steht, weiß inzwischen jeder Viertklässler. Anders verhält es sich beim britischen Premierminister David Cameron - weshalb der nun reichlich Spott ertragen muss.

Murdoch-Managerin Brooks legt Verhältnis zu Premier Cameron offen

Cameron und Brooks: "Viel Liebe".

(Foto: dpa)

Die Aussage der ehemaligen Newscorp-Grande Rebekah Brooks vor dem Leveson-Untersuchungsausschuss war von den britischen Medien mit großer Spannung erwartet worden. Sie wurden nicht enttäuscht.

Dass der damalige Oppositionsführer und aktuelle Premier David Cameron gut mit La Brooks befreundet war, war bekannt. Nun musste die 43-Jährige über die SMS aussagen, die sie mit dem Konservativen ausgetauscht hatte.

"Wie endeten die Texte", fragte Leveson laut Guardian-Protokoll. Antwort Brooks: "Meistens endete er mit DC". Und: "Manchmal schrieb er LOL, 'lots of love', ibis ich ihm sagte, dass das 'laugh out loud' bedeutete und er damit aufhörte."

Ein Premierminister, der LOL mit "Lots of Love" übersetzt, sorgt natürlich in Medien und bei Twitter für ein riesiges LOL (auch wenn die Abkürzung in Briefen tatsächlich einst verwendet wurde).

[] Unter #lolgate finden sich zahlreiche bissige Kommentare. Auszüge:

@jeeveswilliams: Just got an email from David Cameron. "I'm sad to announce that my beloved grandmother has passed away. LOL"

@NewMuggleton: #Lolgate? I thought it meant "Lack Of Leadership".

@hilaryosborne: Do we even dare wonder what Dave thinks ROFL stands for?

[] Auch die Medien kennen keine Gnade: Der Guardian hat für Mr. Cameron ein kleines Abkürzungslexikon erstellt. Auszüge: ROFL -> Rebekah, On For Lunch?

OMG -> Oh, Murdoch's Gorgeous.

IMHO -> Is My Horse Ok?

Und die Huffington Post nutzt die Gelegenheit und zeigt " 19 Pictures of David Cameron Laughing Out Loud".

Er mag nun als weltfremd dastehen, doch Cameron hat eigentlich sogar Glück, dass mit #LOLgate die Form hinter dem Inhalt zurücktritt - denn eigentlich ist es ziemlich bedenklich, wenn Journalisten und Politiker ein derart enges Verhältnis haben. Kurz: WTF!? ("Wahnsinnig teuflische Freundschaft!?")

Mehr über Brooks' restliche Aussage findet sich beim Guardian und in unserem Medienressort.