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Datenschutz:Wie uns Smartwatches Schritt für Schritt überwachen

Smartwatches erleben zurzeit einen Boom: Rund drei Millionen Smartwatches wurden dieses Jahr bislang in Deutschland verkauft - gut elf Prozent mehr als im Vorjahr.

(Foto: Oleg Breslavt/mauritius images)

Uhren, die bloß Zeit und Datum anzeigen, das war einmal. Smartwatches können inzwischen sogar vor Herzproblemen warnen. Doch wer hat Zugriff auf die Daten?

Von Paulina Würminghausen, München

Der Mann mit dem gekräuselten, schwarzen Bart und der eckigen Brille schaut ernst in die Kamera. Im Hintergrund wird seine Stimme eingeblendet. "Hi, my name is James", stellt er sich auf Englisch vor. Dann erzählt er mit dunkler, rauchiger Stimme, wie er eines Tages im Wohnzimmer saß und auf seine Uhr schaute. Sie hatte vibriert; zeigte eine erhöhte Herzfrequenz an. Er fuhr sofort ins Krankenhaus. Dort sagten ihm die Ärzte, dass sein Herz beinahe stehen geblieben sei. "Ich bin dankbar für diese Uhr, die mich gerettet hat", sagt er zum Schluss und lacht. Das sind Ausschnitte aus einer Apple-Werbung von Mitte September dieses Jahres; das amerikanische Unternehmen stellt darin die neue "Apple Watch Series 6" vor. Ein Gerät, das nicht nur die Uhrzeit anzeigt, sondern auch den Sauerstoffgehalt im Blut misst, einen an wichtige Termine erinnert und - wie bei James - bei Herzproblemen warnt.

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