Android Kostenlose Sicherheits-Apps fallen bei Stiftung Warentest durch

Kostenlose Sicherheits-Apps für das Smartphone sind selten gut.

(Foto: dpa-tmn)
  • Nur fünf von 13 Sicherheits-Apps schützen zuverlässig vor Schadsoftware und Phishing-Websites.
  • Alle kostenlosen Angebote werden von der Stiftung Warentest als mangelhaft bewertet.
  • Getestet wurden ausschließlich Android-Apps, Apples Betriebssystem iOS sei auch ohne zusätzlichen Schutz sicher.

Wer sicher sein will, muss zahlen

Die Stiftung Warentest hat Sicherheits-Apps für Smartphones getestet. Das Ergebnis: nur fünf Programme schützen zuverlässig. Am besten schneiden im Test die Apps von Eset, Avast, Norton, Kaspersky und McAfee ab, deren Jahresgebühr zwischen zehn und 30,50 Euro liegt.

Drei der getesteten Programme hingegen können komplett kostenlos genutzt werden: Für die Apps von 360, CM und Trustlook müssen Nutzer keine Gebühr bezahlen. Das wirkt sich auch auf die Bewertung aus: alle drei Apps werden als mangelhaft bewertet, vor allem wegen unzureichendem Schutz vor Schadsoftware und betrügerischen Websites.

Besonders wichtig: Schutzfunktion und Hilfe nach Verlust

Getestet wurden 13 Sicherheits-Apps für Android-Smartphones. Fünf Merkmale sind in die Bewertung eingeflossen:

  • Schutzfunktion: Wie gut schützen die Apps vor Schadsoftware und betrügerischen Phishing-Websites?
  • Hilfe bei Handyverlust: Lässt sich das Telefon aus der Entfernung orten, sperren oder löschen?
  • Handhabung: Wie gut sind Hilfe und Dokumentation, wie einfach lassen sich die Apps installieren, deinstallieren und benutzen?
  • Smartphonebelastung: Wie viel Strom wird verbraucht, wie lange dauern Datei-Downloads und Scans?
  • Datensendeverhalten: Welche Daten werden übermittelt, die nicht für das Funktionieren der App notwendig sind?

Getestet wurden nur Android-Apps

Zudem gibt die Stiftung Warentest weitere Tipps, mit denen Nutzer ihre Android-Handys schützen können: Sie rät dazu, Apps nur aus dem offiziellen Google Play Store zu laden und bei der Installation die Zugriffsrechte zu prüfen. Außerdem sollten Nutzer misstrauisch gegenüber Links in E-Mails sein und eine PIN-Sperre einzurichten statt ein Wischmuster zu verwenden.

Dass ausschließlich Android-Apps getestet wurden, wird damit begründet, dass das Apple-System geschlossener und damit sicherer sei als das von Android. Daher bräuchten iPhones keine Sicherheits-Apps. Allerdings gab es auch schon Fälle von manipulierten iOS-Apps, die im App-Store heruntergeladen werden konnten.

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