Roger McNamee

Er sei stolz, Mark Zuckerbergs Mentor gewesen zu sein, sagt Roger McNamee. Und er steht dazu, dass er selbst zu Facebooks Aufstieg beigetragen hat. "Ich habe in Facebook und Google investiert, lange bevor sie Gewinne abgeworfen haben, und ich habe davon enorm profitiert", schrieb McNamee im vergangenen Sommer. "Ich habe Facebooks Team beraten, und ich bin entsetzt vom Schaden, den diese Internet-Monopole anrichten."

Seitdem hat sich der Risikoinvestor immer wieder öffentlich zu Wort gemeldet, um vor Facebook zu warnen. Ein Gastkommentar bei USA Today im Oktober, ein Brandbrief im Guardian im November, Anfang des Jahres ein 6000-Wörter-Essay gefolgt von einem weiteren Guardian-Gastbeitrag.

McNamee ist auf einer Mission. Facebook müsse den kurzfristigen Profit opfern, um langfristigen Schaden zu verhindern. Das Geschäftsmodell des sozialen Netzwerks, die algorithmisch befeuerte Aufmerksamkeitsökonomie gepaart mit fragwürdigen politischen Werbebotschaften mache Milliarden Nutzer krank und gefährde die Demokratie. Investoren und Nutzer könnten die Tech-Giganten gemeinsam zur Räson bringen, indem sie ihnen Geld und Aufmerksamkeit entziehen.

Bild: Rob Kim / AFP 14. Februar 2018, 15:012018-02-14 15:01:56 © SZ.de/jab