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Schwangerschaft:Daten aus Armbändern wecken Begehrlichkeiten

Krankenkassen diskutieren derzeit darüber, wie sie Daten von Fitness-Trackern nutzen könnten. Jens Baas, Chef der Techniker-Krankenkasse, plädierte im Interview mit der Süddeutschen Zeitung für eine elektronische Patientenakte, in die auch Daten einfließen sollen, "die zum Beispiel über einen Fitness-Tracker erhoben werden". Wie mit diesen Informationen umgegangen werden soll, ist noch unklar.

Fitibit will sich nicht äußern

Der Fall Ivonne Trinidads, bei der gemessenen Daten auf eine körperliche Veränderung hindeuteten, zeigt, dass Patienten noch vieles über die Möglichkeiten der digitalen Messinstrumente lernen müssen. Fitbit lehnte eine Stellungnahme auf Anfrage der SZ ab. Das Unternehmen sagt nicht, ob es bereits ähnliche Fälle gegeben hat oder welche Verantwortung seiner Ansicht nach mit der Gesundheitsüberwachung einhergeht.

David Trinidad selbst findet es nicht schlimm, dass das Armband so viele Daten über Körperfunktionen sammelt. Nur als er überlegt, worauf die Daten seiner Frau ebenfalls hätten hindeuten können, wurde er nachdenklich - schließlich kann der erhöhte Puls auch Symptom einer ernsten Erkrankung sein. "Mein erster Instinkt war: Da stimmt was mit der Uhr nicht", sagt er. "Aber mein zweiter Gedanke war natürlich: Ich hoffe, bei ihr ist gesundheitlich alles in Ordnung."