Der Kampf gegen das freie Wort fordert viele Opfer, doch soweit bekannt, sind bisher keine Terroristen darunter. Seit Anfang der Woche hat die russische Zensurbehörde Roskomnadsor mehr als 16 Millionen IP-Adressen blockieren lassen, um den Messenger-Dienst Telegram lahmzulegen. Doch während Telegram weiter funktioniert und die Nutzer die Sperren mit Tricks umgehen, wurden andere in Mitleidenschaft gezogen: Websites russischer Medien und Unternehmen waren zwischenzeitlich nicht erreichbar.
Russland:Wie Telegram mit den Zensoren kämpft
Papierflieger zum Protest: Eine Russin demonstriert in Sankt Petersburg gegen die Blockade des Messenger-Dienstes Telegram.
(Foto: Peter Kovalev/imago/ITAR-TASS)- Die russische Telekommunikationsbehörde versucht, den Messenger Telegram im Land zu blockieren.
- Hintergrund ist ein Streit über den Zugriff von Behörden auf verschlüsselte Chats.
- Aber Telegram wechselt ständig die IP-Adressen, über die es seinen Datenverkehr abwickelt,
- Die Blockade hat deshalb auch Nebeneffekte, die der Staat wohl nicht beabsichtigt hat: Websites russischer Medien und Unternehmen waren zwischenzeitlich nicht erreichbar.
Von Julian Hans, Moskau

