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Pläne für Tablet-Computer:Google unter großem Druck

Sollte eine solche Vereinbarung zwischen Apple und Verizon bereits unterschrieben sein, wäre dies ein Affront gegen Jobs. Falls die Apple-Produkte weiter nur mit einem AT&T-Vertrag verkauft werden, dürfte damit die Konstellation in den nächsten Jahre Apple und AT&T gegen Verizon und Google lauten. Verizon hatte bereits in den vergangenen Monaten ständig neue Smartphones mit Android-Betriebssystem in seinen Bestand aufgenommen.

Google steht nach dem jüngsten Apple-Verkaufserfolg unter großem Druck, mit seinen mobilen Betriebssystemen möglichst schnell auf ernstzunehmenden iPad-Konkurrenzmodellen vertreten zu sein, um im Bereich der Tablet-Werbung nicht den Anschluss zu verlieren. Die Aktien des Unternehmens haben seit Jahresbeginn fast 20 Prozent ihres Wertes verloren.

Eine Kooperation mit Verizon wäre wahrscheinlich nur der prestigeträchtige Beginn einer Tablet-Offensive, um anderen Herstellern das Android-Betriebssytem schmackhaft zu machen. Sie würde auch eine Abkehr von der Strategie bedeuten, beim Verkauf von Endgeräten unabhängiger von den Providern werden zu wollen.

Viel hängt vom Verkaufsstart ab

Das mit großem Tamtam angekündigte Netbook-Betriebssystem ChromeOS scheint allerdings offenbar bislang nicht dafür geeignet, diese Offensive zu unterstützen. Noch vor kurzem hatte das Unternehmen in einem Internet-Video demonstriert, wie die Bedienung eines ChromeOS-Tablets funktionieren würde.

Wie gefährlich Google Apple wirklich werden kann, dürfte auch davon abhängen, wie lange das angekündigte Tablet bis zur Marktreife braucht. Das IT-Blog Gizmodo weist darauf hin, dass Google auf dem Mobilfunkmarkt bislang nicht immer mit kurzen Entwicklungszyklen glänzte.

Zumindest in Redmond, Washington, dürften allerdings ob der Verizon-Ankündigung die Alarmglocken schrillen: Microsoft hatte noch Anfang des Jahres einen wahren Tablet-Regen angekündigt, musste aber jüngst Pläne für ein eigenes Gerät begraben und mit dem Ausstieg von Hewlett-Packard den Verlust eines wichtigen Kooperationspartners verkraften. Mit dem Google-Einstieg in den Tablet-Markt wird die Luft für Microsoft nun noch dünner.

© sueddeutsche.de/joku/holz
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