"Time": Person des JahresZuckerberg, der Systemveränderer

Putin, Obama - und jetzt Zuckerberg. Der Facebook-Gründer ist nach Ansicht des US-Magazins "Time" die einflussreichste Person des Jahres. Mit gerade einmal 26 Jahren habe er das soziale Leben verändert und sei quasi ein "Staatsoberhaupt im T-Shirt".

Das US-Magazin Time kürt jedes Jahr die "Person des Jahres". Der Titel ist nicht zwingend für die beliebteste oder erfolgreichste Person reserviert - 1938 war Adolf Hitler Mann des Jahres. Manchmal geht er an die wichtigste Person beziehungsweise denjenigen, der am meisten Gesprächsthema war, manchmal an Menschen, die wichtige Trends gesetzt haben.

So auch 2010: In diesem Jahr fiel die Wahl auf Mark Zuckerberg. Der 26-jährige Facebook-Gründer habe mit seinem sozialen Netzwerk das Leben von fast jedem zehnten Menschen auf der Erde verändert, so die Begründung. "Sein Netzwerk erreicht 500 bis 600 Millionen Menschen und hat sie miteinander verknüpft", betonte Time-Chef Richard Stengel. "Er hat ein neues System geschaffen, um Informationen auszutauschen und unser aller Leben verändert." Für das Magazin ist er der Mann des Jahres: "Facebook ist jetzt das drittgrößte Land der Erde und es hat gewiss mehr Informationen über seine Einwohner als jede Regierung." Der Harvard-Abgänger sei ein "Staatsoberhaupt im T-Shirt".

Zuckerberg ist aber nicht der jüngste Titelträger aller Zeiten - jedoch einer der drei jüngsten. Flugpionier Charles Lindbergh war 1927 genauso alt, als er der erste auf dem Jahrestitel des Time-Magazins war. Auch die britische Königin Elizabeth II. war 1952 wie Zuckerberg 26 Jahre alt, als sie "Person des Jahres" wurde.

Bild: Reuters 18. Dezember 2008, 11:162008-12-18 11:16:00 © sueddeutsche.de/dmo/mel/bosw