PC, Laptop oder Tablet?:Welches Betriebssystem zu Ihnen passt

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Tablets

Sind Tablets eigentlich Computer? Aber ja! Was die Flachmänner leisten, hätte noch vor einem Jahrzehnt jedem ausgewachsenen Laptop zur Ehre gereicht. Da sie hauptsächlich mit den Fingern bedient werden, und zwar auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm, muss man aber Kompromisse eingehen. Einen längeren Text zu schreiben, macht keinen Spaß, zumal es keine Pfeiltasten gibt, mit denen man sich durch den Text bewegen könnte. Die gibt es erst, wenn externe Tastaturen zum Einsatz kommen. Meist werden die über den Funkstandard Bluetooth angebunden, was nicht immer störungsfrei funktioniert. Manche Geräte wie etwa Apples iPad pro bringen auch einen eigenen Anschluss mit, der ohne Funk auskommt.

Software für Tablets kann wegen der Fingerbedienung nicht so komplex sein wie ausgewachsene PC-Programme. Ein Tablet als einziger Computer eignet sich daher nur für Leute, die wirklich nichts anderes brauchen als ein Gerät zum Surfen, zum Schreiben kürzerer Texte und zum Nutzen von Mails.

Tablets sind aber auch perfekte Multimedia-Geräte, mit denen man spielen oder Musik und Filme genießen kann. Reine Tablets finden sich vor allem als Zweitgeräte oder bei Menschen, denen herkömmliche Computer zu kompliziert sind.

Mischformen

Einer der größten Trends sind derzeit sogenannte Convertibles. Das sind Laptops, bei denen sich der Bildschirm entweder abnehmen oder aber um 360 Grad drehen lässt. Bei den Geräten mit abnehmbarem Schirm steckt im Monitor ein eigenes Tablet. Das kann eine abgespeckte Variante mit Tablet-Betriebssystem sein oder wie im Falle von Microsofts Surface Book ein vollwertiges (Windows-) Gerät. Die Tastatur beherbergt einen zweiten Akku, die PC-Technik aber steckt im Bildschirm. Am nächsten kommen das Surface Book und ähnliche Geräte dem Traum von der eierlegenden Wollmilchsau. Allerdings hat die Sache ihren Preis, und man muss Kompromisse eingehen.

Eine Mischform sind auch sogenannte All-in-One-Geräte. Das sind PC, bei denen die gesamte Computer-Technik ins Bildschirmgehäuse eingebaut wird. Die bekanntesten davon sind Apples iMacs. Der Vorteil: Die Geräte sehen meist schick aus, es gibt kaum Kabelsalat und ihre Leistung ist auch ordentlich. Nachteil: Im Gegensatz zu herkömmlichen PC lassen sie sich sich meist kaum erweitern, weil die platzsparende Bauform zu Sonderlösungen zwingt.

Betriebssysteme

Bei Computern und Laptops dominiert noch immer Microsofts Windows. Die jüngste Version 10 ist etwas ins Gerede gekommen, weil sie sich in der Standardeinstellung als ziemlich neugieriger Datensammler betätigt. Das kann man dem System aber weitgehend abgewöhnen. Vorteile von Windows 10: Es läuft schnell, und es gibt ein sehr großes Angebot an Software dafür. Die bei vielen Nutzern unbeliebten Kacheln sind stark in den Hintergrund getreten. Alternativen wären Linux oder auch Googles Chrome OS. Letzteres läuft aber sinnvoll nur mit ständiger Internetanbindung - was bei transportablen Geräten nicht immer gegeben ist.

Auf Tablets regiert nicht Microsoft, sondern Google mit Android und Apple mit iOS. Diese Betriebssysteme wurden speziell für mobile Geräte entwickelt. Vor allem iOS erlegt dem Nutzer einige Beschränkungen auf. Einfach mal per USB Musik aufs Gerät zu kopieren, das geht mit einem iPad nicht. Wichtig zu wissen für Wechselwillige: Apps, die man bei einem Anbieter, etwa Android, gekauft hat, lassen sich nicht auf ein Apple-Gerät übertragen und umgekehrt. Das Android-System lässt dem Nutzer etwas mehr Freiheit, ist aber auch gefährdeter für Attacken durch Viren.

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