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Oracle:Der nächste Web-Dino stirbt - diesmal: Java-Plugins

Erst beerdigte Adobe die Flash-Technologie, jetzt kündigt Oracle das Ende der Java-Plugins an.

Oracle hat angekündigt, den Support für Java-Browser-Plugins zu beenden. Schon mit dem kommenden Release im September sollen Webentwickler zur Nutzung alternativer Technologien aufgefordert werden. Mit der darauffolgenden Version sollen die Plugins dann komplett verschwinden.

Oracle wird mit dem Auslaufen von NPAPI, einer Schnittstelle für Internetbrowser, auch keine Browser-spezifischen Plugins entwickeln. Man werde keine Entwickler darauf ansetzen, einzelne Plugins zu entwickeln, die mit den Anforderungen der unterschiedlichen Browser kompatibel seien. Einerseits sei der Aufwand dafür zu hoch, zudem könnte jeweils nur ein bestimmter Teil der Funktionen angeboten werden.

Entwickler sollen künftig auf Java Web Start setzen

Webentwickler die Java-Technologien für ihre Webseiten benötigen, sollten künftig auf die Java Web-Start-Technologie setzten, die ohne Plugins auskomme, schreibt Oracle in seinem Blog. In den meisten Fällen soll es den Entwicklern möglich sein, ihre bisherigen Java-Applets so umzuschreiben, dass sie künftig Java Web Start verwenden. Die so konvertieren Applets könnten dann vom Nutzer auch ohne Web-Browser genutzt werden. Für Entwickler stellt Oracle Informationen bereit, die den Übergang erleichtern sollen.

Die Entscheidung, das oft als Sicherheitsproblem bezeichnete Plugin einzustellen, begründet Oracle damit, dass immer mehr Browserhersteller keine NPAPI-Plugins mehr unterstützten oder diese Unterstützung demnächst einstellen wollten. Der NPAPI-Support für Chrome wird bereits seit 2013 Schritt für Schritt zurückgefahren und wurde im vergangenen Jahr eingestellt. Mozilla hat angekündigt, in Firefox bis Ende 2016 fast alle auf NPAPI basierenden Plugins zu deaktivieren. Einzige Ausnahme soll der Flash-Player sein. Microsofts neuer Edge-Browser unterstützt ebenfalls kein NPAPI.

Die Chrome-Entwickler begründeten die Entscheidung gegen NPAPI mit der veralteten 90er-Jahre-Architektur. Diese sei Ursache für viele Fehler, Crashes und Sicherheitslücken. Außerdem sei der Code zu komplex.

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