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Online-Spiele:World of Warcraft war gestern

Spiele im Internet werden immer beliebter. Die Mehrheit der Online-Gamer widmet sich statt Action- und Rollenspielen aber etwas ganz anderem.

Online-Spiele entwickeln sich nach Angaben des Hightech-Branchenverbandes BITKOM zu einem Massenmarkt. Rund zehn Millionen Deutsche hätten schon einmal über das Internet gespielt, unter den 14- bis 29-Jährigen sei es sogar fast jeder Zweite (45 Prozent), berichtete der Verband unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage.

Jeder achte Deutsche hat schon einmal über das Internet gespielt. Von den 14- bis 29-Jährigen ist es sogar fast jeder Zweite.

(Foto: Foto: ddp)

Die Hälfte der Nutzer sei bereit, dafür auch Geld auszugeben. Das Markt-forschungsinstitut Aris hatte 1000 Deutsche ab 14 Jahren befragt. "Das Internet ist weitgehend eine Kostenlos-Welt, auch die meisten Online-Spiele sind kostenlos", sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Knapp die Hälfte der Befragten sei aber bereit, Abogebühren und virtuelle Gegenstände zu bezahlen. Zwei Drittel akzeptieren Werbung ohne Vorbehalte oder zumindest unter bestimmten Voraussetzungen - etwa dann, wenn ein Spiel dadurch kostenlos ist. Rohleder sagte, dass Deutschland sich in diesem "neu entstehenden Massenmarkt" positionieren müsse. Die dreitägige Games Convention Online (31.7. bis 2.8.) sei dafür eine gute Plattform.

Denk- und Strategiespiele am beliebtesten

Denk- und Strategiespiele (45 Prozent) sind laut der Umfrage am beliebtesten. Fast ein Viertel der Befragten vergnügt sich mit Gelegenheitsspielen wie Kreuzworträtseln und Sudoku. Rollenspiele wie etwa das bekannte "World of Warcraft" nutzen laut Umfrage rund 9 Prozent. "Der Großteil der Online-Gamer hat mit Actionspielen nichts am Hut", sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Drei Viertel der Befragten spielen mindestens einmal pro Woche ein Online-Spiel - knapp ein Drittel ist sogar täglich dabei. Knapp die Hälfte spielt zwischen ein und zwei Stunden, rund 27 Prozent auch länger. Im Vergleich zum täglichen Fernsehkonsum von durchschnittlich mehr als 200 Minuten entspreche das der "ganz normalen Nutzung eines klassischen Unterhaltungsmediums", sagte Rohleder.

Neun von zehn Spielern nutzen den Computer, rund neun Prozent greifen zum Handy. Dieser Anteil werde mit zunehmender Nutzung mobiler Internetzugänge stark zulegen, zeigte sich Rohleder überzeugt. Fast drei Viertel (73 Prozent) nutzen Spiele, die über den Internetbrowser laufen. Spiele, die eine Installation erfordern, haben 19 Prozent der Befragten auf dem Rechner.