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Neuer Tablet-PC von Amazon:Farbiger Bildschirm

Mit dem Kindle, einem Lesegerät für digitalisierte Bücher, hat Amazon bereits gezeigt, dass das Unternehmen Verluste bei seinen Geräten durch den Verkauf von Büchern und Zeitschriften auszugleichen versteht. "Das neue Gerät ist ein Marketingwerkzeug, um eine Beziehung zu den Kunden zu schaffen und die eigenen Dienste anzubieten", sagt der Marktforscher James McQuiveay vom Umfrageinstitut Forrester.

Für das Tablet, das anders als der schwarz-weiße Kindle über einen farbigen Bildschirm verfügt, habe Amazon zudem große Magazin-Verlage wie etwa Condé Nast und Hearst gewonnen und könne auch Filme und Sendungen der US-Senderkette Fox zeigen, berichtet das Blog All Things Digital.

Nach Einschätzung des Analysten Colin Sebastian könnte Amazon im Laufe des ersten Jahres drei Millionen seiner Tablets verkaufen. Zum Vergleich: Von Apples iPads gingen inzwischen 29 Millionen Geräte über die Ladentische. Und der Platzhirsch verteidigt diesen Vorsprung mit allen Mitteln: Den Rivalen Samsung hat Apple mit einer Reihe von Patentklagen überzogen.

Zwar ließen die Koreaner nun wissen, dass sie an ihren Absatzprognosen für Tablets festhalten. Aber Marktbeobachter bezweifeln dies - zumal einige Gerichte bereits einen vorläufigen Verkaufsstopp für die Geräte von Samsung verhängt haben.

Etwas anderes könnte noch schwerer wiegen: Samsung verlässt sich bei seinen Tablets vollständig auf das Google-Betriebssystem Android. Das spart zwar einiges an Aufwand und Kosten. Dafür können die Koreaner aber auch nur begrenzt beeinflussen, wie Android weiterentwickelt wird. Und an den vielen Zusatzprogrammen auf der Plattform verdient vor allem Google, nicht Samsung.

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