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Neue Fernsehtechnik:3-D ohne Brille

Endlich dreidimensionale TV-Bilder ohne die hässlichen Brillen sehen können? Der japanische Hersteller Toshiba will es möglich machen - doch die Technik hat auch Nachteile.

Der japanische Elektronikkonzern Toshiba will noch in diesem Jahr 3D-Fernsehgeräte auf den Markt bringen, für die man keine Brille braucht.

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Die Geräte mit 30 und 51 Zentimeter Bildschirmdiagonale sollen zunächst in Japan verkauft werden, danach, heißt es bei Toshiba, werde man entscheiden, ob die autostereoskopischen Fernseher auch außerhalb Japans auf den Markt kommen.

Das Verfahren, mit dem Toshiba den 3D-Effekt erzeugt, ist schon länger bekannt. Neun Bildpunkte (Pixel), die ihrerseits aus jeweils drei Subpixels bestehen, werden zusammengefasst zu einem sogenannten Megapixel.

Dieses zeigt neun verschiedene Blickwinkel auf die dargestellten Inhalte. Auf dem Anzeige-Panel sind zudem Linsen aufgebracht, die dem Betrachter je nach Blickwinkel immer zwei unterschiedliche Ansichten auf die Bilder gewähren.

Theoretisch können so mehrere Menschen gleichzeitig den 3D-Effekt wahrnehmen. Bei den bisher nur sehr kleinen Bildschirmdiagonalen wird es vor dem TV-Gerät dann aber schon sehr kuschelig. Da das Licht der Anzeige polarisiert sein muss (nur Licht, das in einem Winkel von 90 Grad ankommt, wird durchgelassen), und deshalb Licht verlorengeht, müssen die Bildschirme sehr hell sein.

Um die neun Blickwinkel pro Bildpunkt zu berechnen setzt Toshiba den vom Konzern mitentwickelten Cell-Prozessor ein, der auch in der Sony Playstation arbeitet. Durch die Zusammenfassung der Pixel zu größeren Einheiten ist außerdem eine sehr hohe Auflösung erforderlich, weil sonst die Darstellung zu grobkörnig wird.

Große Panels mit einem Meter Durchmesser und mehr lassen sich derzeit deshalb noch nicht herstellen. Bei Toshiba glaubt man aber, dass die Technik in einigen Jahren soweit sein wird. Zum Preis schweigt der Hersteller. Er dürfte aber weit über den Preisen von 3D-Geräten liegen, die eine Brille voraussetzen.

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