bedeckt München 25°

Netzwerk-Player:Brücke ins Wohnzimmer

Noch gibt es deutlich mehr Geräte mit dem 802.11g-WLAN als solche, die nach dem n-Standard funken. Netgear beispielsweise hat mit seinem EVA8000 Digital Entertainer für rund 280 Euro ein HD-fähiges Gerät im Angebot, dass im Videobereich die Codecs MPEG1, MPEG2, MPEG4, AVI,WMV sowie Xvid und im Audiobereich MP3, WAV, WMA, AAC und FLAC unterstützt. Es verfügt über HDMI-, Komponenten-, Scart- und S-Video-Schnittstellen. Mit einer nur unwesentlich schlechteren Ausstattung gibt es den ZyXEL DMA-1000W Wireless Digital Media Adapter bereits für 150 Euro.

Wer kein Problem damit hat, LAN-Kabel zu verlegen, bekommt den HD-fähigen ZyXEL als DMA-1000 ohne WLAN für rund 110 Euro. Alle WLAN-Player sind für den Fall der Fälle auch mit einer LAN-Buchse versehen, die nützlich sein kann, wenn es einmal mit der Übertragungsqualität im WLAN eng werden sollte.

Zusätzlich zum Netzwerk-Player braucht der Anwender zum Streamen auch noch sogenannte Medien-Server-Software für den Computer. Das Programm macht die Inhalte der PC-Festplatte im Netzwerk zugänglich. Windows-Nutzer können den bordeigenen Media Player als Medien-Server verwenden. Der Apple TV funktioniert nur mit iTunes als Software.

Der Nachteil bei Verwendung eines Netzwerk-Players: Der PC muss eingeschaltet sein. Wen das stört, der kann auf bestimmte externe netzwerkfähige NAS-Festplatten (Network Attached Storage) zurückgreifen. Auf diesen Geräten lässt sich Multimedia-Sammlung wie auf einem PC speichern. Zudem werden NAS-Festplatten direkt an den Router angschlossen - der Rechner spielt dann keine Rolle mehr. Die Preise für NAS-Festplatten schwanken zwischen 135 Euro für 250 Gigabyte Speicher und rund 300 Euro für 750 Gigabyte Speicher - kein billiges Vergnügen.

© Dirk Averesch,dpa/mri
Zur SZ-Startseite