Namensstreit um "Persischer Golf" Iran verlangt Meer von Google zurück

Die iranische Regierung ist verärgert, weil Google den Namen "Persischer Golf" aus seinem Kartendienst gestrichen hat. Das Außenministerium wittert gar eine Verschwörung - dabei wollte es Google einfach allen recht machen.

Die iranische Regierung hat dem US-Internetkonzern Google mit einer Klage gedroht, sollte er auf seinen Karten das Meer zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel nicht wieder als Persischer Golf bezeichnen.

"Wenn Google nicht umgehend seinen Fehler berichtigt, werden wir offiziell Klage einreichen", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Ramin Mehmanparast. Er bezeichnete es als Teil der "Verschwörung" gegen den Iran, dass Google das Seegebiet nicht länger als Persischen Golf bezeichnet.

Google Maps hatte die Bezeichnung entfernt, um eine Positionierung im Streit zwischen dem Iran und den arabischen Golfstaaten zu vermeiden. Während der Iran darauf beharrt, dass der Golf persisch ist, sprechen die arabischen Nachbarn vom Arabischen Golf.

2010 drohte der Iran sogar den Fluggesellschaften, die die Bezeichnung "Arabischer Golf" benutzen, mit dem Entzug der Überflugrechte.