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Nachfolgeseite für kino.to:Gleiches Layout, neuer Name

Die abgeschaltete illegale Plattform Kino.to hat einen Nachfolger. Unter neuem Namen macht die Seite scheinbar unverändert weiter. Die GVU spricht von "Resteverwertung".

Kurz nach der Abschaltung des illegalen Filmportals kino.to ist eine Kopie online. Die Website kinox.to hat augenscheinlich das gleiche Layout und verlinkt wie der Vorgänger zu aktuellen Filmen und Dokumentationen, die auf anderen Servern liegen und per Stream angesehen werden können.

Unterdessen wurde die Internetseite der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) offenbar lahmgelegt. Auf Kinox.to richten die Betreiber auch eine Botschaft direkt an ihre Gegner: "Liebe GVU, Filmindustrie und Staat: Denkt ihr wirklich, ihr könnt uns stoppen, nur weil ihr haufenweise Geld habt?

Kinox.to hat derweil offenbar bereits mit einem großen Ansturm zu kämpfen: Sie Seite ließt sich am Dienstag nur schwer öffnen. Die Polizei war Anfang Juni bundesweit gegen die Kino.to-Betreiber rund um den Leipziger Dirk B. vorgegangen. Ihnen werden die Gründung einer kriminellen Vereinigung und gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzung in mehr als einer Million Fälle vorgeworfen.

"Resteverwertung von Kino.to"

Laut Medienberichten sollen die Betreiber über weitere Filmportale Raubkopien angeboten haben. So soll die Gruppe auch hinter den Internetseiten movie2k.to und neu.to stecken.

Die GVU teilte am Dienstag mit Blick auf Kinox.to mit: "Das Auftauchen der Seite ist keineswegs überraschend." Dennoch sah sie Erfolge im Kampf gegen die Filmpiraten: "Dass es vergleichsweise lange gedauert hat, bis diese Resteverwertung von Kino.to online gestellt wurde, offenbart, wie empfindlich die Aktion der Generalstaatsanwaltschaft Dresden die Szene getroffen hat."

Derweil war die Website der GVU nicht mehr erreichbar. "Es sieht aber so aus, als wären wir selbst Opfer einer Denial-of-Service-Attacke geworden", sagte GVU-Sprecherin Christine Ehlers. Ob der Vorfall in Zusammenhang mit den illegalen Filmportalen Kino.to oder Kinox.to stehe, sei unklar.

© sueddeutsche.de/dapd/dpa/mri
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