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Monopoly im Internet:Kaufe den Ku'damm

Das Gesellschaftsspiel für alle Grundstücksspekulanten und Immobilienhaie wandert ins Netz. Online-Monopoly ist kostenlos - und kooperiert mit Google Maps.

Auch für das gute alte Brettspiel Monopoly bricht das Online-Zeitalter an: Der Straßen- und Gebäudekauf wird bald nicht mehr nur am Wohnzimmertisch mit Würfel, Spielgeld und Ereigniskarten möglich sein, sondern auch per Mausklick im Internet.

Die Pennsylvania Avenue in Washington - Sitz des Weißen Hauses - gibt es schon für eine Millionen Monopoly-Dollar zu kaufen.

(Foto: Foto: dpa)

Dafür kooperiert Monopoly mit den Online-Straßenplänen von GoogleMaps, wie der Hersteller des Gesellschaftsspiels verlauten ließ. Die Online-Spieleversion ist kostenlos und soll am morgigen Mittwoch starten.

In "Monopoly City Streets", so der Name des Spiels, ist vieles anders als in der Ursprungsversion. Es gibt keine Reihenfolge mehr, in der die Spieler rotieren. Auch die Ereigniskarten fehlen - ins Gefängnis muss daher niemand mehr. Damit ist auch die markante Aufforderung "Gehe nicht über Los" verschwunden. Startzeiten für Spielrunden gibt es nicht: Je länger man spielt, desto größer die Vorteile und desto höher die Siegchancen.

Bekannte Adressen im Angebot

Neben dem Titel des Monopoly-Weltmeisters bietet die Online-Version viele weitere Neuerungen: Weltweit sind tausende Straßen zu kaufen - auch deutsche. Das Hans-Leip-Ufer zwischen Hamburger Elbchaussee und Elbe kostet beispielsweise eine Million Monopoly-Dollar. Genauso teuer ist die Pennsylvania Avenue in Washington - in der immerhin das Weiße Haus steht.

Mit der kostenlosen Installation von GoogleEarth kann das virtuelle Spielbrett sogar um dreidimensionale Satellitenbilder der käuflichen Straßen erweitert werden. Als Startkapital erhält jeder Spieler drei Millionen Monopoly-Dollar und kann auf seine Straßen vom Einfamilienhaus über Schlösser bis hin zum Wolkenkratzer 27 verschiedene Gebäudetypen setzen. Die Miete wird jeden Tag fällig.

Das Besondere: Den Mit- bzw. Gegenspielern - dank des Internets kann das der eigene Nachbar oder aber jemand auf der anderen Seite der Erde sein - ist das Geschäft zu vermasseln, indem "Stör-Gebäude" auf deren Straßen gesetzt werden. Solche das Straßenbild verunzierende Gebäude sind beispielsweise Mülldeponien oder Kohlekraftwerke.

Das Internet-Monopoly soll bis mindestens Ende Januar 2010 laufen. Dann sei derjenige Online-Monopoly-Weltmeister, der am meisten Miete auf seinem virtuellen Konto hat, erklärte der Monopoly-Hersteller.

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