Microsoft vs. Apple Hase und Igel

Wo der eine hinkommt, ist der andere schon da - Apple und Microsoft treten in immer mehr Bereichen gegeneinander an.

Von Thorsten Riedl

Mit dem iPhone-Handy verschärft Apple die Konkurrenz zum langjährigen Rivalen Microsoft. Nicht nur Apple will mit einem Mobiltelefon mit eigenem Betriebssystem Kunden binden: Auch der weltweit größte Softwarehersteller kooperiert mit Handyherstellern, die eine abgespeckte Version von Windows auf ihren Telefonen installieren.

(Foto: SZ-Grafik, Quelle: Gartner, Apple)

Wie in der Computerwelt, dem Ursprung der Rivalität zwischen beiden, produziert Apple Geräte selbst, Microsoft verkauft sein Betriebssystem erfolgreich an Computerhersteller (Grafik).

Nun eröffnet Apple ein neues Schlachtfeld: Steve Jobs, der Chef, nannte in seiner Eröffnungsrede zur Mac-World Details zum Produkt Apple-TV, bisher als iTV bekannt. Damit lassen sich Filme, Fotos und Musik per Funk von der Festplatte des Computers oder der Apple-Seite im Internet auf den Fernseher übertragen.

Das Produkt ist eigentlich nur ein für den Platz vor dem Sofa aufgehübschter Computer und soll ab Februar für 299 Dollar verkauft werden. Es stärkt aber die Transformation vom Computerhersteller zum Unterhaltungselektronikanbieter.

Der Computer verschwindet aus dem Namen

Das Musikgeschäft im Internet und die iPod-Musikspieler bringen Apple inzwischen fast so viel Umsatz wie die Computer. Das Wort verschwindet deshalb aus dem Namen: Apple heißt ab sofort nur noch Apple Inc.

Microsoft hat zwar noch stärkere Wurzeln im Computergeschäft. In Verbindung mit dem neuen Windows-Betriebssystem Vista bekommt die gerade vorgestellte Spielkonsole Xbox 360 aber ähnliche Funktionen wie Apple-TV. Der Kampf der Rivalen wird sich also fortsetzen.